Smart-Home-Gadgets wurden lange Zeit vor allem als kostspielige Spielerei für Technikbegeisterte gesehen. Mit einer besonders preiswerten, vernetzten Steckdose will IKEA das ändern: Sie lässt sich per App, Fernbedienung oder Sprachbefehl bedienen – und soll damit gleich zwei Ziele unterstützen, nämlich Strom zu sparen und den Alltag sicherer zu machen.
Was hinter der neuen IKEA-Steckdose steckt
IKEA nennt die smarte Steckdose TRETAKT; der reguläre Preis liegt bei 7,99 Euro. Von außen ist sie eher unauffällig: ein kleiner, weißer Zwischenstecker, der zwischen Wandsteckdose und Gerät sitzt. Interessant wird es erst durch die Technik, die darin steckt.
"Mit TRETAKT werden aus ganz normalen Geräten per IKEA Home smart App fernsteuerbare „Spar-Steckdosen“ – für unter acht Euro."
Über die IKEA Home smart App kann TRETAKT geschaltet und in Szenen integriert werden. Wer zusätzlich die DIRIGERA-Steuerzentrale nutzt, schaltet weitere Möglichkeiten frei – darunter Automationen, Zeitpläne sowie die Anbindung an Sprachassistenten.
So hilft eine günstige Smart-Steckdose beim Stromsparen
In vielen Haushalten wird unterschätzt, wie viel Geld durch Stand-by-Verbrauch verloren geht. Ob Router, Fernseher, Kaffeemaschine oder Ladegeräte: Viele davon ziehen dauerhaft ein paar Watt.
Mit einer vernetzten Steckdose wie TRETAKT lassen sich solche Stromfresser gezielt vom Netz trennen. Typische Spar-Szenarien:
- Nachtabschaltung: Mehrfachsteckdosen mit TV, Konsole und Soundbar gehen automatisch um 23 Uhr aus.
- Morgens smarter Kaffee: Die Kaffeemaschine erhält ab 6:30 Uhr Strom, nach 8 Uhr schaltet sie sich wieder ab.
- Heizlüfter im Blick: Mobile Heizgeräte laufen nur in voreingestellten Zeitfenstern.
- Ladegeräte begrenzen: Steckdose für Notebook oder E-Bike-Ladegerät schaltet nach einigen Stunden automatisch ab.
Schon simple Timer können die Stromkosten langfristig drücken, ohne dass man täglich daran denken muss, Schalter zu betätigen. Und weil sich das Ganze bequem per App steuern lässt, fällt es vielen leichter, Geräte wirklich konsequent auszuschalten.
Sicherheit: Licht an, obwohl niemand zu Hause ist
Neben dem Energiesparen spielt Sicherheit eine zentrale Rolle. Ein Zuhause, das bewohnt wirkt, ist für Einbrecher oft weniger attraktiv – und genau darauf zielt IKEAs günstige Lösung ab.
Mit TRETAKT lassen sich Lampen oder auch ein Radio so ein- und ausschalten, dass es von außen aussieht, als wäre jemand in der Wohnung. Zusammen mit der DIRIGERA-Zentrale laufen solche Abläufe sogar automatisch, zum Beispiel nach Sonnenuntergang oder zu fest definierten Uhrzeiten.
"Einfache Zeitschaltungen und Fernsteuerung von Licht und Geräten können eine Anwesenheit simulieren, auch wenn man im Urlaub am Strand sitzt."
Wer es flexibler mag, kann das Licht jederzeit spontan per App schalten – ob im Hotel, im Büro oder im Zug. Genau die Kombination aus Komfort und dem Gefühl zusätzlicher Sicherheit macht günstige Smart-Steckdosen für viele Haushalte attraktiv.
Steuerung per App, Fernbedienung oder Sprachassistent
TRETAKT lässt sich nicht ausschließlich über das Smartphone bedienen. IKEA hält das System bewusst zugänglich, damit der Einstieg möglichst unkompliziert bleibt.
Die wichtigsten Steuerungsmöglichkeiten im Überblick
| Art der Steuerung | Voraussetzungen | Typische Nutzung |
|---|---|---|
| Direkter Knopf an der Steckdose | Nur die Steckdose selbst | Schnelles Ein- und Ausschalten vor Ort |
| IKEA Home smart App | Smartphone/Tablet, kompatibles Gateway | Timer, Szenen, Fernzugriff |
| Fernbedienung/Bewegungssensor | Gekoppeltes Steuergerät wie VALLHORN | Steuerung ohne Handy, automatisches Licht |
| Sprachassistent | DIRIGERA, Integration in Alexa, Apple Home oder Google Home | „Schalte Steckdose Wohnzimmer aus“ per Sprachbefehl |
Praktisch ist auch die Kopplung: Bis zu zehn TRETAKT-Steckdosen können mit nur einer Fernbedienung oder einem Bewegungsmelder verbunden werden. So lässt sich beispielsweise die komplette Wohnzimmerbeleuchtung auf einmal schalten.
Wie TRETAKT in das IKEA-Ökosystem passt
Die Steckdose gehört zu einer ganzen Palette an Smart-Home-Produkten von IKEA. Viele Komponenten sind klar auf Einsteiger ausgerichtet, die ohne großen Bastelaufwand loslegen möchten.
Weitere günstige Bausteine für das vernetzte Zuhause
- Bewegungssensor VALLHORN: Funk-Sensor für drinnen und draußen, steuert bis zu zehn Lichtquellen. Reichweite bis zu 10 Metern, mehrere Modi für Tag und Nacht, betrieben mit AAA-Batterien. Preis: 9,99 Euro.
- TRÅDFRI-Lichtset: Set aus stromsparender LED-Lampe und STYRBAR-Fernbedienung. Steuert bis zu zehn Lampen mit bis zu neun Farb- oder Weißtönen. Preis: 14,99 Euro.
Das Zusammenspiel ist dabei zentral: TRETAKT kann mit denselben Fernbedienungen und Sensoren gekoppelt werden wie smarte Leuchtmittel. Wer schon TRÅDFRI im Einsatz hat, ergänzt das Setup mit TRETAKT in der Regel ohne großen Zusatzaufwand.
Was die Steckdose nicht kann – und worauf man achten sollte
Trotz vieler Komfortfunktionen ist TRETAKT kein Ersatz für ein professionelles Energiemessgerät. Der Adapter liefert keine detaillierten Verbrauchswerte einzelner Geräte. Wer den Stromverbrauch exakt analysieren will, benötigt zusätzliche Hardware.
Außerdem gilt: Nicht jede Elektroinstallation ist dafür gedacht, beliebig viele smarte Adapter in Mehrfachsteckdosen hintereinander zu nutzen. Geräte mit hoher Last – etwa Heizlüfter, Wasserkocher oder Klimageräte – sollten immer nur innerhalb der zulässigen Leistungsgrenzen betrieben werden. Welche Wattzahl sicher ist, steht in den technischen Angaben im Handbuch.
Auch beim Datenschutz lohnt sich ein genauer Blick auf die Einstellungen. Bei der Nutzung von Sprachassistenten sind Cloud-Dienste in der Regel mit im Spiel. Wer hier besonders vorsichtig ist, kann alternativ auf eine Steuerung über lokale Fernbedienungen und Sensoren setzen.
Praxisbeispiele aus dem Alltag
Wie nützlich eine Smart-Steckdose ist, zeigt sich oft in kleinen Gewohnheiten. Einige Beispiele, bei denen schon eine einzelne Steckdose spürbar Komfort bringt:
- Homeoffice: Monitor, Schreibtischlampe und Dockingstation laufen nur zu Arbeitszeiten. Feierabend? Ein Tap in der App – alles geht aus.
- Kinderzimmer: Nachtlicht oder Luftreiniger schalten nach einer definierten Zeit automatisch ab, ohne dass Eltern ans Ausschalten denken müssen.
- Zweitwohnung: In der Ferienwohnung wirkt abends per Zeitplan Licht im Wohnzimmer, obwohl niemand da ist.
Richtig interessant wird es, wenn mehrere Komponenten zusammenarbeiten. In Kombination mit einem Bewegungsmelder kann zum Beispiel die Stehlampe im Flur anspringen, sobald jemand die Wohnung betritt – die Stromzufuhr übernimmt TRETAKT, den Impuls liefert der Sensor.
Was Smart-Steckdosen allgemein leisten können
Die Lösung von IKEA steht stellvertretend für eine Entwicklung: Smart-Steckdosen werden zunehmend zu Standardartikeln im Elektronikregal. Sie ermöglichen einen einfachen Einstieg in die Hausautomatisierung, ohne teure Spezialinstallationen.
Typischerweise bieten solche Produkte:
- Fernsteuerung über App, auch von unterwegs
- Zeitschaltpläne und Timer für Geräte
- Anwesenheitssimulation durch Licht- und Gerätesteuerung
- teilweise Messung und Auswertung des Stromverbrauchs
- Integration in Szenen und Routinen mit anderen Smart-Home-Komponenten
Wer ohnehin einen Sprachassistenten nutzt, profitiert oft von einer nahtlosen Einbindung. Dann lassen sich nicht nur Lampen, sondern auch klassische Geräte wie Kaffeemaschinen, Ventilatoren oder Luftreiniger per Zuruf schalten – sofern sie über eine schaltbare Steckdose betrieben werden können.
Wann sich die 8‑Euro-Steckdose besonders lohnt
Besonders sinnvoll ist so ein Produkt dort, wo Geräte häufig versehentlich anbleiben. Wer viel unterwegs ist, gern per Handy den Überblick behält oder gezielt den Stand-by-Verbrauch senken möchte, erhält hier einen sehr günstigen Einstieg.
Wichtig bleibt die Erwartungshaltung: Eine einzelne Steckdose wird die Stromrechnung nicht halbieren. Mit klaren Routinen, mehreren Adaptern und ergänzenden Komponenten wie Sensoren und smarten Leuchtmitteln lässt sich der Alltag jedoch deutlich bequemer und effizienter organisieren – ohne das Budget zu sprengen.
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