Helle und neutrale Töne beim Epoxidharz-Fugenmörtel ersetzen in modernen Bädern und Küchen zunehmend den klassischen dunklen Fugenmörtel. Der Trend für 2026 setzt auf unauffällige Fugen, die sich leichter reinigen lassen und Feuchtigkeit besser standhalten – so entsteht eine ruhigere, durchgängige Optik, ohne dass die Linien zwischen den Fliesen zu sichtbaren „Schmutzfängern“ werden.
Welches Material ersetzt den dunklen Fugenmörtel?
Am stärksten setzt sich Epoxidharz-Fugenmörtel durch – eine robustere, deutlich weniger poröse Alternative zum üblichen zementären Fugenmörtel. Durch seine dichtere Struktur nimmt er weniger Wasser, Fett und Seifenreste auf.
Nicht nur das Material, auch die Farbwahl hat sich verändert: Statt sehr dunkler Fugen, die Verschmutzungen optisch kaschieren sollen, werden heute Farben gewählt, die nahe am Belag liegen. Typisch sind Warmweiss, Sand, Hellgrau, Beige und Off-White – damit wirkt der Raum homogener und ruhiger.
Warum ist Epoxidharz-Fugenmörtel hygienischer?
Der entscheidende Punkt ist die geringe Porosität. Weil weniger Feuchtigkeit eindringen kann, lagern sich Rückstände in den Fugen schwerer ab. Das erleichtert die tägliche Reinigung – besonders im Duschbereich, auf Arbeits- und Waschtischplatten, in Nasszonen und in Küchen, in denen häufig Fett anfällt.
- Geringere Aufnahme: reduziert Flecken, die durch Wasser, Seife und Fett entstehen.
- Glattere Oberfläche: Schmutz lässt sich leichter mit Tuch oder weichem Schwamm entfernen.
- Höhere Widerstandsfähigkeit: hält Feuchtebereichen und starker Nutzung besser stand.
- Gleichmässiger Look: der Belag wirkt weniger „unterbrochen“.
- Weniger Nachdunkeln: verhindert den typischen „grauen“ bzw. verschmutzten Eindruck älterer Fugen.
Wie wird er verarbeitet, ohne das Ergebnis zu gefährden?
Die Verarbeitung erfordert mehr Präzision als bei Standard-Fugenmörtel: Epoxidharz bindet zügig ab und kann Rückstände hinterlassen, die sich später nur schwer entfernen lassen, wenn nicht rechtzeitig gereinigt wird. Deshalb sollten die Herstellerangaben strikt eingehalten werden – oder man beauftragt Fachkräfte, die mit diesem Material routiniert arbeiten.
- Die Fugen müssen sauber, trocken und frei von losen Resten alten Fugenmaterials sein.
- Angerührt wird exakt im Mischungsverhältnis, das auf der Verpackung vorgegeben ist.
- Überschüsse müssen entfernt werden, bevor die vollständige Aushärtung einsetzt.
- Auf empfindlichen Belägen sollten scheuernde Schwämme vermieden werden.
- Bei kleineren Renovierungen empfiehlt es sich, zuerst an einer weniger sichtbaren Stelle zu testen.
Was kostet er im Vergleich zu normalem Fugenmörtel?
Epoxidharz-Fugenmörtel liegt preislich meist über klassischem zementärem Fugenmörtel – sowohl beim Material als auch durch die aufwendigere Verarbeitung. In kleineren Bereichen wie Duschzonen, Gäste-WCs oder schmalen Streifen an Arbeitsplatten kann sich der Aufpreis dennoch lohnen, weil die Fugen langlebiger sind und die Reinigung im Alltag einfacher wird.
Bei knapperem Budget kann Epoxidharz gezielt nur in den besonders belasteten Zonen eingesetzt werden, während in trockenen Wandbereichen normaler Fugenmörtel ausreicht. Alternativ helfen grossformatige Feinsteinzeugfliesen: Sie reduzieren die Fugenanzahl und damit den Pflegeaufwand im Raum.
Wie verändert dieser Trend die Optik des Raums?
Wenn die Fugen farblich an den Belag angepasst sind, wirken Bad oder Küche grösser, heller und aufgeräumter. Die Fugen treten optisch in den Hintergrund, und das Auge nimmt eher eine zusammenhängende Fläche wahr – ähnlich wie bei durchdacht geplanten Innenraumkonzepten.
Dunkler Fugenmörtel kann in bestimmten Gestaltungsideen weiterhin passen, hat aber als „Lösung zum Verstecken von Schmutz“ an Bedeutung verloren. 2026 stehen hygienischere, widerstandsfähigere und pflegeleichtere Materialien im Fokus, die praktische Sauberkeit und modernes Finish im selben Projekt verbinden.
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