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Schimmel von Wänden und Decke entfernen: So gehen Profis vor

Mann mit Mundschutz und Handschuhen schleift eine Wand im hellen Raum mit offener Tür nach draußen.

Dunkle Schimmelflecken an Wänden und an der Decke sind nicht nur ein optisches Problem: Sie weisen meist auf zu viel Feuchtigkeit, schlechte Lüftung oder sogar eine Undichtigkeit hin. Gleichzeitig können sie Allergien sowie Atemwegsbeschwerden verstärken. Profi-Maler gehen deshalb üblicherweise zweigleisig vor: Sie entfernen den sichtbaren Befall und setzen zusätzlich Massnahmen um, damit Schimmel nicht so schnell wiederkommt – mit einfachen Mitteln, besserer Belüftung und bei Bedarf mit einer fachgerechten neuen Beschichtung.

Wie lässt sich die Ursache von Schimmel an den Wänden erkennen?

Bevor überhaupt gereinigt wird, prüfen Fachleute, woher die Feuchtigkeit stammt – denn davon hängt ab, ob eine gründliche Reinigung ausreicht oder ob ein baulicher Eingriff nötig ist. Hinweise wie aufgewölbter Putz, Farbe, die sich in Platten ablöst, oder Flecken, die sich sehr schnell ausbreiten, sprechen für eine Durchfeuchtung durch eine Undichtigkeit; dann sind eher ein Sanitärbetrieb oder ein Fachbetrieb für Abdichtung gefragt.

Liegt hingegen nur oberflächliche Feuchtigkeit vor – häufig durch mangelnden Luftaustausch oder durch Wasserdampf aus Dusche und Küche –, lässt sich das Problem in vielen Fällen mit sorgfältiger Reinigung und kleinen Ausbesserungen beheben. Trotzdem hilft es, die betroffene Stelle einige Tage zu beobachten, um sicherzugehen, dass die Ursache wirklich unter Kontrolle ist.

Sieh dir ein Video auf dem YouTube-Kanal Clube do Pintor an, in dem es um wirksame Hausmischungen zum Reinigen von Feuchtigkeitsflecken geht – und darum, wie man verhindert, dass Schimmel zurückkehrt:

https://www.youtube.com/watch?v=qMiwKIn0N7w

Wie reinigt man Schimmel von der Wand Schritt für Schritt?

Am häufigsten wird eine 1:1-Mischung aus Wasser und Haushaltsbleiche (chlorhaltig) verwendet. Diese wird direkt auf die befallenen Stellen aufgetragen – mit Schwamm, Tuch oder Sprühflasche – und dabei sollten die Fenster stets geöffnet sein. Einige Maler geben zusätzlich etwas neutrales Spülmittel dazu, um Fettfilm und abgelagerten Schmutz besser zu lösen; danach lässt man die Lösung ein paar Minuten einwirken und reibt anschliessend vorsichtig nach.

Eine weitere verbreitete Variante – besonders für kleine Schlafzimmer oder für Personen, die den Chlorgeruch schlecht vertragen – ist reiner weisser Alkohol-Essig. Er wird auf den Schimmel gegeben und bleibt 20 bis 30 Minuten auf der Fläche, bevor mit einem trockenen Tuch nachgewischt wird. Bei grösseren Bereichen oder starkem Befall kann der Einsatz spezieller Anti-Schimmel-Produkte die erste Reinigung sinnvoll ergänzen.

Wie bereitet man eine schimmelbefallene Wand für einen neuen Anstrich vor?

Nachdem der sichtbare Schimmel entfernt ist, muss die Fläche vollständig austrocknen – einige Stunden bis hin zu einem ganzen Tag. Auf eine noch feuchte Wand zu streichen, sollte vermieden werden. Ist die Oberfläche trocken, schleifen viele Maler leicht mit feinem Schleifpapier an, um Unebenheiten auszugleichen und lose Rückstände zu entfernen. Kleine Löcher werden dann mit Spachtelmasse geschlossen, gefolgt von einem weiteren sanften Schliff.

Im nächsten Schritt wird häufig ein Acryl-Tiefgrund oder ein geeigneter Haftgrund empfohlen: Das verbessert die Haftung der Farbe und kann leichte Restfeuchte besser abpuffern. Für den Deckanstrich sind abwaschbare Acrylfarben oder Produkte mit Anti-Schimmel-Hinweis besonders beliebt. In Küche, Bad und Hauswirtschaftsraum bieten spezielle Farben für Feuchträume in der Regel mehr Widerstand gegen Wasserdampf und Kondenswasser.

Welche Massnahmen helfen, damit Schimmel nicht zurückkommt?

Schimmel zu entfernen ist nur ein Teil der Lösung: Mit Alltagsgewohnheiten lässt sich stehende Feuchtigkeit reduzieren und der Luftaustausch verbessern – beides erschwert das erneute Auftreten. In kühlen oder regenreichen Regionen kann zudem eine kurze Sichtkontrolle bei jedem Jahreszeitenwechsel helfen, erste Ansätze früh zu erkennen, denn kleine Stellen sind deutlich leichter zu behandeln.

Einige unkomplizierte Empfehlungen von Malern und Fachleuten für Gebäudewartung lassen sich dauerhaft in den Alltag integrieren:

  • Türen und Fenster täglich für einige Minuten öffnen, um die Luft auszutauschen.
  • Wäsche nicht in Schlaf- oder Wohnzimmern trocknen, sondern bevorzugt draussen oder in gut belüfteten Bereichen.
  • In von Natur aus feuchten Räumen Abluft, Ventilatoren oder Luftentfeuchter einsetzen.
  • Dachrinnen, Dachflächen und Rohrleitungen regelmässig kontrollieren, um Undichtigkeiten früh zu entdecken.
  • Grosse Möbelstücke ein paar Zentimeter von der Wand abrücken, um Kondenswasser zu verringern.

Tauchen kleine Flecken auf, verhindert schnelles Reinigen mit den genannten Methoden – kombiniert mit besserer Lüftung – oft grössere Sanierungen. So wirkt der Raum länger sauber, riecht weniger unangenehm und das Risiko durch Pilzbefall in Innenräumen sinkt.


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