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NVIDIA treibt 2026 GPU-Preise: ASUS, MSI und Gigabyte spüren teurere GDDR6/GDDR7-VRAM

Junger Mann untersucht Grafikkarten an Schreibtisch mit mehreren Verpackungen im Hintergrund.

Zu Beginn von 2026 sah es so aus, als gäbe es endlich Entlastung für alle, die einen Gaming-PC neu zusammenstellen oder aufrüsten wollten.

Doch eine eher unscheinbare Mitteilung von NVIDIA hat diese Erwartung praktisch über Nacht gedreht.

Der GPU-Hersteller hat seine Partner informiert und damit bestätigt, wovor die Hardware-Branche seit Längerem warnt: Eine neue Runde von Preiserhöhungen steht an – ausgelöst durch einen drastischen Anstieg bei dem Speicher, der auf Grafikkarten eingesetzt wird. Davon sind ASUS, MSI, Gigabyte und weitere Marken unmittelbar betroffen, weil sie nun entscheiden müssen, wie stark sie die Mehrkosten an Käuferinnen und Käufer weitergeben.

Eine interne Nachricht, die die Lage verändert

Laut Hintergrundberichten, die von asiatischen Hardware-Medien veröffentlicht wurden, hat NVIDIA seine Fertigungspartner (AICs, also Boardpartner wie ASUS, MSI und Gigabyte) darüber in Kenntnis gesetzt, dass die Preise für GDDR6- und GDDR7-Speicherkits mit der Erneuerung der Lieferverträge im Januar 2026 steigen werden.

Der entscheidende Punkt dabei: NVIDIA passt nicht den offiziell kommunizierten Preis der GPU selbst an, verlangt aber mehr für den Speicher, der in diese Karten einfließt.

„NVIDIA hält den offiziellen Preis des Grafikchips stabil, erhöht jedoch die Kosten für den dedizierten Speicher und verlagert den Aufschlag auf die Montageschritte der Grafikkarte.“

Auf dem Papier wirkt diese Trennung klein – in der Praxis trifft sie die Lieferkette empfindlich. Videospeicher (VRAM) gehört zu den teuersten Bauteilen moderner Grafikkarten, besonders bei Varianten mit 12 GB, 16 GB oder mehr. Wenn genau dieser Kostenblock stark anzieht, verlieren die Partnerhersteller einen grossen Teil ihres Spielraums.

Parallel dazu zeichnet sich ein strategischer Schwenk ab: NVIDIA prüft offenbar, mehr „nackte“ GPUs auszuliefern – also Grafikchips ohne Speicher. In diesem Modell würden die Partner die VRAM-Module direkt bei DRAM-Herstellern einkaufen. Damit läge das Risiko von Preisschwankungen weitgehend bei ASUS, MSI, Gigabyte und Co.

Speicherdruck: warum gerade jetzt alles teurer wird

In der Halbleiterbranche rollt erneut eine Kostenwelle an – und Speicher steht wieder im Zentrum. Klassische RAM-Module für PCs und Notebooks sind in den vergangenen Monaten bereits spürbar teurer geworden; bei vielen Laptops wurden Preissteigerungen von bis zu 20% sichtbar.

Dasselbe Muster erreicht nun GPU-Speicher wie GDDR6 und GDDR7. Diese Chips benötigen fortschrittliche Fertigungsprozesse und konkurrieren um Produktionskapazitäten, die gleichzeitig von Rechenzentren, künstlicher Intelligenz und Konsolen nachgefragt werden.

  • Höhere Nachfrage nach GPUs für KI und Server verschärft den Wettbewerb um schnellen Speicher.
  • Begrenzte Produktionskapazitäten verteuern jede neue gefertigte Charge.
  • Ältere Verträge mit niedrigeren Konditionen laufen jetzt aus – und ziehen das Preisniveau nach oben.

Sobald Lagerbestände, die noch zu alten Konditionen gekauft wurden, abverkauft sind, müssen Grafikkartenhersteller die Kalkulation pro Modell neu aufsetzen. Bei ohnehin knappen Margen führt das fast zwangsläufig dazu, dass ein Teil der Mehrkosten beim Endpreis landet.

MSI war zuerst, ASUS und Gigabyte folgen

Aus dem asiatischen Markt wird berichtet, dass MSI als erstes Unternehmen seine Preislisten angepasst hat – zunächst bei den jüngeren Modellen, darunter auch innerhalb der GeForce-RTX-50-Reihe. Demnach soll die Anpassung bereits im Dezember begonnen haben, noch vor dem Vertragswechsel beim Speicher.

Händlernahe Quellen in Europa deuten darauf hin, dass ASUS und Gigabyte in dieselbe Richtung gehen – mit Preisanpassungen bei Karten von NVIDIA und ebenso bei AMD. Der Effekt beschränkt sich also nicht auf GeForce-Modelle: Auch Radeon-Produkte werden erfasst.

„In der Praxis verzeichnen Modelle mit 16 GB VRAM oder mehr bei europäischen Händlern bereits Aufschläge von 15% bis 20%, je nach Hersteller und Serie.“

Auch die neuen Radeon RX 9000 von AMD tauchen in einzelnen Shops im selben Zeitraum mit Erhöhungen von 10% bis 18% auf – ein Hinweis auf einen breiteren Aufwärtstrend. Wer die Jahresendangebote genau beobachtet hat, sieht im Januar bereits eine klar anziehende Kurve.

Unterschiedliche Strategien bei NVIDIA und AMD

Wenn Speicher teurer wird, reagieren die beiden grossen Wettbewerber mit unterschiedlichen Ansätzen, um Nachfrage zu halten und Margen zu schützen.

NVIDIA: Schwerpunkt auf 8-GB-Modelle

NVIDIA-Partner sollen die Fertigung stärker auf Karten mit 8 GB VRAM ausrichten, etwa auf künftige RTX 5060 und 5060 Ti 8 GB. Die Idee dahinter: weniger Speicher pro Karte bedeutet geringere Stückkosten.

Mit weniger VRAM sinkt der Produktionspreis, wodurch sich der empfohlene Verkaufspreis eher stabilisieren lässt – und genau das ist im Mittelklasse-Segment entscheidend, wo die meisten Gamer-Käufe stattfinden.

AMD: weiter 16 GB, stärker über Leistung

Bei AMD zeichnet sich hingegen ab, dass man an 16-GB-Modellen festhält – vor allem bei XT-Varianten der Radeon RX 9000. Damit will AMD die Rohleistung und die bessere Eignung für 4K-Gaming, hochauflösende Texturen und schwerere Workloads betonen.

Dieser Weg hat allerdings eine Kehrseite: Wenn Speicher besonders teuer ist, schlagen 16-GB-Karten deutlich stärker auf den Endpreis durch – und ein technischer Vorteil reicht möglicherweise nicht aus, um einen kräftigen Preissprung in Zeiten knapper Budgets zu rechtfertigen.

So kommen die Preiserhöhungen beim Käufer an

Die Anpassungen erscheinen nicht überall nach einem einheitlichen Muster. Je nach Land, Distributor und Händler fällt die Reaktion unterschiedlich aus. Dennoch zeigen sich wiederkehrende Tendenzen:

Kartentyp Typische VRAM-Ausstattung Tendenz beim Anstieg
Aktueller Einstieg (z. B. künftige RTX 5050, RX 9500) 6–8 GB Kleinere Anpassung, Fokus auf Stückzahlen
Mittelklasse (z. B. RTX 5060, RX 9600) 8–12 GB Moderater Anstieg, stärkere Streuung je nach Marke
High-Performance (z. B. RTX 5070+ und RX 9700+) 16 GB oder mehr In einigen Märkten +15% bis +20%

Für alle, die 2026 einen PC aufbauen, ist die Botschaft eindeutig: 16-GB-Karten sind preislich besonders empfindlich, während 8-GB-Modelle eher zum „Zufluchtsort“ für kurzfristig bestes Preis-Leistungs-Verhältnis werden.

Was das für den PC-Neubau oder ein Upgrade bedeutet

Aus den Marktbewegungen ergeben sich sehr konkrete Entscheidungen. Einige typische Situationen verdeutlichen das:

  • Wer noch eine ältere Einsteigerkarte nutzt (z. B. GTX 1650, RX 570), könnte gezwungen sein, direkt auf 8-GB-Mittelklassemodelle zu springen – mit der Bereitschaft, dass die Karte in zukünftigen Spielen schneller an Grenzen kommt, um jetzt weniger zu zahlen.
  • Spielerinnen und Spieler, die eigentlich 16 GB für 1440p oder 4K einplanen, könnten umschwenken und 8–12 GB wählen – verbunden mit aggressiveren Einstellungen bei der Grafikqualität.
  • Enthusiasten, die grundsätzlich auf „die nächste Generation“ warten, könnten die aktuelle GPU länger nutzen und stattdessen kleinere Upgrades vorziehen, etwa mehr Arbeitsspeicher im System oder eine schnellere SSD, um den Grafikkartenkauf zu verschieben.

Hinzu kommt ein psychologischer Effekt: Nach der langen Phase stark überhöhter Preise während der Pandemie haben viele 2024 und 2025 auf eine Rückkehr zur „Normalität“ gehofft. Die Bestätigung neuer Aufschläge kann die Kaufbereitschaft genau jener Personen schwächen, die auf den perfekten Zeitpunkt für den GPU-Tausch gewartet haben.

Begriffe, die die Situation verständlicher machen

Zwei technische Begriffe helfen dabei, die Brisanz einzuordnen:

VRAM (Video RAM): Das ist der exklusive Speicher der Grafikkarte, in dem Texturen, Frames und Rendering-Daten abgelegt werden. Moderne Spiele – besonders in 1440p und 4K – benötigen grosse VRAM-Mengen. Reicht der VRAM nicht aus, kommt es zu Rucklern, „Stuttering“ und abrupten FPS-Einbrüchen.

MSRP (empfohlener Verkaufspreis): Das ist der Referenzpreis, den der Hersteller für ein Modell nennt. Indem NVIDIA den MSRP des Grafikchips beibehält, aber nur den Speicher verteuert, wird der Kostendruck auf die Partner verlagert. Diese müssen dann abwägen: Marge reduzieren, den Endpreis erhöhen oder bei Ausstattung sparen – etwa bei der VRAM-Menge oder beim Kühlsystem.

Mögliche Entwicklungen und Risiken

Sollten die Speicherpreise weiter steigen, drohen mehrere ungünstige Marktfolgen. In der Mittelklasse könnten Modelle mit weniger VRAM dominieren, was die Nutzungsdauer verkürzt, sobald anspruchsvollere Spiele erscheinen. Das kann zu einer Art „beschleunigtem Upgrade-Zyklus“ führen – und damit das Budget von Käuferinnen und Käufern noch stärker belasten.

Ebenfalls denkbar ist eine Zunahme von Varianten, die sich nur minimal unterscheiden: dieselbe GPU, aber 8 GB, 12 GB und 16 GB – jeweils mit deutlich anderen Preisen. Wer die Spezifikationen nicht genau prüft, zahlt am Ende womöglich viel Geld für ein vermeintlich starkes Modell, das in Wirklichkeit durch zu wenig Speicher limitiert ist.

Gleichzeitig ermöglicht die Lage auch nüchternere Entscheidungen: Wer Monitorauflösung, bevorzugte Spielgenres und die geplante Nutzungsdauer realistisch bewertet, kann besser einschätzen, ob sich der Aufpreis für 16 GB jetzt lohnt – oder ob 8–12 GB kurzfristig die passendere Wahl sind.


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