Viele Haushalte sparen bereits, wo es sofort auffällt: Die Heizung läuft niedriger, Lampen bleiben häufiger aus – und trotzdem steigt die monatliche Belastung weiter. Ein Kostenpunkt rutscht dabei leicht durch: Geräte, die scheinbar ausgeschaltet sind, aber im Stand-by rund um die Uhr Strom ziehen. Genau an dieser Stelle setzt eine neue, preiswerte Ikea-Lösung an.
Strompreise klettern – und der Alltag wird teurer
In Frankreich, ebenso wie in Deutschland und Österreich, ziehen die Energiepreise seit Jahren an. Lange Zeit bewegten sich Erhöhungen oft nur im Bereich weniger Prozent. Seit 2022 geht es jedoch deutlich schneller: Viele Tarife wurden neu berechnet, Abschläge nach oben korrigiert, und Nachzahlungen treten spürbar häufiger auf.
Wer regelmässig den Zählerstand prüft, stellt schnell fest: Es sind nicht nur Heizung und Warmwasser, die das Budget belasten. Auch beim reinen Stromverbrauch geht es merklich nach oben. Fernseher, Router, Soundanlagen, Arbeitslaptop, Kaffeemaschine, Spielekonsole – in modernen Haushalten hängen immer mehr Geräte dauerhaft an der Steckdose.
Besonders heimtückisch ist der Stand-by-Verbrauch. Ein einzelnes Gerät fällt kaum ins Gewicht, doch über Monate hinweg addiert sich das. Über ein Jahr kommt so schnell ein dreistelliger Kilowattstunden-Wert zusammen – und genau das macht die Jahresabrechnung unangenehm.
Die neue Ikea-Steckdose setzt dort an, wo viele Haushalte unbewusst Geld verlieren: bei Geräten, die „aus“ wirken, aber permanent Strom ziehen.
Ikeas Idee: Eine günstige, programmierbare Steckdose
Ikea bietet dafür eine kompakte, smarte Steckdose an, die zwischen Wandsteckdose und Gerät eingesetzt wird. Das Entscheidende: Sie kann per App bedient und über Zeitpläne automatisiert werden. So lassen sich Stromkreise gezielt trennen, ohne dass man abends jedes Mal hinter Möbel kriechen oder mehrere Stecker ziehen muss.
Mit 9,99 Euro bleibt der Einstieg bewusst niedrig – für viele deutlich einfacher als eine umfangreiche Smart-Home-Installation. Erhältlich ist die Steckdose sowohl im Ikea Online-Shop als auch in den Filialen.
- Preis: 9,99 Euro
- Steuerung: per Smartphone-App
- Funktion: Ein- und Ausschalten der Steckdose, Zeitprogramme
- Ziel: Stand-by-Verbrauch senken und Stromkosten reduzieren
So funktioniert die Ikea-Steckdose im Alltag
Die Inbetriebnahme ist unkompliziert: Zuerst wird die smarte Steckdose in eine gewöhnliche Wandsteckdose gesteckt. Anschliessend verbindet man das gewünschte Gerät damit – zum Beispiel Fernseher, Kaffeemaschine, Stehlampe oder das Laptop-Ladegerät.
Danach folgt die Einrichtung per App. Diese wird auf dem Smartphone installiert, und die Kopplung erfolgt Schritt für Schritt nach Anleitung. Ikea legt dafür eine kurze, leicht verständliche Beschreibung in der Verpackung bei. In der Regel steht die Verbindung nach wenigen Minuten.
Ist alles eingerichtet, kann die Steckdose über die App auch aus der Ferne ein- oder ausgeschaltet werden. Wer abends das Wohnzimmer verlässt, tippt einmal auf dem Handy – statt mehrere Geräte einzeln auszuschalten oder auszustecken.
Zeitpläne: Strom nur dann, wenn er wirklich nötig ist
Richtig praktisch wird es durch die Zeitsteuerung. Nutzer legen feste Zeitfenster fest, in denen die Steckdose Strom liefert – und Zeiten, in denen sie konsequent abschaltet. Damit lassen sich typische Routinen sehr präzise abbilden.
Beispiele aus der Praxis:
- Stehlampe im Wohnzimmer: jeden Tag von 19:30 bis 23:30 Uhr an, danach automatisch aus.
- Kaffeemaschine: werktags morgens von 6:30 bis 8:30 Uhr mit Strom versorgt, tagsüber konsequent aus.
- Arbeitsplatz im Homeoffice: Monitor und Dockingstation nur von 8:00 bis 18:00 Uhr aktiv.
- Spielkonsole: bekommt nur abends Strom, tagsüber bleibt die Steckdose abgeschaltet.
Wer mehrere smarte Steckdosen einsetzt, kann sie in der App zusammenfassen. So lässt sich zum Beispiel ein ganzer Wohnbereich mit einem Knopfdruck vom Netz nehmen.
Wie viel Geld lässt sich mit so einer Steckdose sparen?
Wie gross die Ersparnis ausfällt, hängt stark von den Gegebenheiten im Haushalt ab. Ein typisches Szenario: Ein Fernseher mit Soundbar und Receiver zieht im Stand-by häufig weiter 15 bis 30 Watt. Rechnet man mit einer Dauerlast von rund 20 Watt, kommen im Jahr gut 175 Kilowattstunden zusammen.
Bei einem Strompreis von 35 Cent pro Kilowattstunde sind das etwa 61 Euro jährlich – und zwar nur für ein Geräte-Set, das vermeintlich „aus“ ist. Mit einer intelligent geschalteten Steckdose laufen diese Geräte dann nur, wenn sie wirklich genutzt werden.
Schon ein oder zwei größere Stand-by-Verbraucher konsequent abzuschalten, kann den Kaufpreis der Steckdose mehrfach pro Jahr wieder einspielen.
Wie hoch das Sparpotenzial im eigenen Haushalt ist, hängt unter anderem von diesen Punkten ab:
| Faktor | Auswirkung auf die Ersparnis |
|---|---|
| Anzahl der Geräte | Je mehr Geräte dauerhaft im Stand-by laufen, desto größer das Potenzial. |
| Leistungsaufnahme im Stand-by | Alte Geräte ziehen oft deutlich mehr Strom als neue Modelle. |
| Nutzungsdauer pro Tag | Wer selten zu Hause ist, spart über konsequentes Abschalten besonders viel. |
| Strompreis | Je höher der Tarif, desto stärker macht sich jedes gesparte Watt bemerkbar. |
Wo lohnt sich der Einsatz besonders?
Die smarte Steckdose passt nicht für jeden Einsatzzweck. Bestimmte Geräte – etwa Kühlschrank oder Gefriertruhe – müssen ohne Unterbrechung laufen. An anderen Stellen bringt das automatische Abschalten dagegen spürbare Vorteile.
Typische Kandidaten:
- TV-Ecke mit Fernseher, Soundbar, Streaming-Box oder Receiver
- Gaming-Bereich mit Konsole, Ladegeräten und Dockingstationen
- Homeoffice-Platz mit Monitor, Drucker und PC-Zubehör
- Hifi-Anlagen oder ältere Stereo-Systeme
- Lichterketten und dekorative Lampen, die leicht vergessen werden
Weniger sinnvoll ist der Einsatz bei Geräten, die bereits eigene Zeitprogramme mitbringen, etwa moderne Waschmaschinen oder Geschirrspüler. Dort kann sich die Steuerung doppeln. Im Zweifel lohnt sich ein Blick in die Bedienungsanleitung des jeweiligen Geräts.
Risiken und Grenzen der smarten Steckdose
Wie bei jeder vernetzten Lösung stellt sich die Frage, was bei Problemen mit WLAN oder App passiert. Im Alltag bleibt die Steckdose dann im zuletzt eingestellten Zustand – sie wechselt nicht automatisch. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sicherheitsrelevante Geräte, beispielsweise medizinische Hilfsmittel, nicht über eine solche Steckdose betreiben.
Ausserdem können Geräte mit empfindlicher Elektronik unter häufigem, „hartem“ Trennen vom Stromnetz leiden. Bei Computern, Servern oder komplexen Smart-Home-Zentralen ist es daher sinnvoll, vorher regulär herunterzufahren, bevor die Steckdose abgeschaltet wird.
Wie Ikea mit dem Trend zum Sparen mitgeht
Ikea baut sein Angebot seit Jahren in Richtung Energiesparen und effizientere Nutzung aus: LED-Lampen, intelligente Beleuchtung, Rollläden mit Zeitsteuerung. Die neue Steckdose passt in diese Linie und richtet sich klar an Haushalte, die angesichts steigender Monatskosten nach praktikablen Stellschrauben suchen.
Viele möchten ihre Gewohnheiten nicht komplett umstellen, wünschen sich aber Lösungen, die im Hintergrund zuverlässig mitarbeiten. Eine kleine, programmierbare Steckdose erfüllt genau das: Einmal eingerichtet, laufen die Schaltvorgänge automatisch.
Praktische Tipps für den Start zu Hause
Wer die Ikea-Steckdose möglichst sinnvoll nutzen will, startet am besten mit einem kurzen Rundgang durch die Wohnung: Welche Geräte haben dauerhaft leuchtende Anzeigen? Wo sind Netzteile ständig warm? Oft verbergen sich dort die grössten Reserven.
Nützlich ist dabei ein einfacher Strommessadapter. Er zeigt, wie viele Watt ein Gerät im Stand-by tatsächlich aufnimmt. So lassen sich die grössten Stromfresser gezielt identifizieren, bevor man sie an die smarte Steckdose anschliesst.
Auch die eigenen Routinen spielen eine Rolle. Wer die Steckdose einsetzt, kann überlegen, welche Abläufe ohnehin optimiert werden können: Der Wasserkocher muss nachts nicht im Stand-by sein, die Kaffeemaschine ebenfalls nicht. Manchmal reicht schon das Ausstecken – die smarte Steckdose macht diesen Schritt vor allem komfortabler und verlässlicher.
Für viele Haushalte kann diese Ikea-Innovation damit ein unkomplizierter Einstieg in bewussteres Energie-Management sein: ohne Technik-Studium, ohne teure Komplettlösung, aber mit spürbarem Effekt auf die nächste Stromrechnung.
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