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Brasilianische Luftwaffe (FAB): Blockade von R$ 1,45 bilhão im Haushalt 2026 gefährdet die Einsatzfähigkeit

Pilot in Fluganzug hält Helm auf Rollfeld vor Militärjets mit brasilianischer Flagge am Hangar im Hintergrund.

Die Brasilianische Luftwaffe (FAB) hat dem Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass die Sperre von R$ 1,45 bilhão im Haushalt 2026 ihre Einsatzfähigkeit spürbar einschränkt und dazu führen kann, dass Flugzeuge bis zum Jahresende nicht mehr durchgehend in Betrieb gehalten werden können. Das geht aus einem offiziellen Schreiben hervor, das brasilianischen Zeitungen vorliegt.

Haushaltsblockade 2026: zentrale Ausgaben unter Druck

Nach Darstellung der FAB trifft die Budgetbeschränkung unmittelbar grundlegende Posten, die für den laufenden Betrieb der Teilstreitkraft notwendig sind. Genannt werden unter anderem Flugkraftstoff, die Instandhaltung der Luftfahrzeuge, die Beschaffung von Luftfahrtmaterialien sowie strategische Programme, die als vorrangig eingestuft werden.

Die Luftwaffe weist zudem darauf hin, dass auch die Mittel für Wartung und Versorgung mit Luftfahrtmaterialien gekürzt wurden, was die Auswirkungen auf die Verfügbarkeit der Flotte zusätzlich verstärkt.

Weniger Training und reduzierte Flugaktivität

In ihrer Stellungnahme betont die FAB, dass die nach der Sperre verbleibenden Mittel nicht ausreichen, um die vollständige Ausbildung aller operativen Besatzungen zu gewährleisten. Unter diesen Bedingungen habe die Institution ihre Ressourcen auf Aufgaben konzentriert, die als unverzichtbar gelten: Luftverteidigung, Suche und Rettung, fliegerische Ausbildung sowie der Transport von Organen für Transplantationen.

Bereits im vergangenen Jahr stand die FAB vor einer vergleichbaren Lage. Damals mussten auch die Flüge der Sondertransportgruppe (GTE), die Spitzenvertreter der Regierung und Mitarbeitende wie etwa Abgeordnete befördert, aufgrund der Ausgabenkürzungen zurückgefahren werden; zugleich reduzierten die Staffeln insgesamt ihre Flugstunden.

Jagdflieger, die gegenüber AEROIN anonym bleiben, berichten, dass der jährliche Durchschnitt bei 90 horas liege - etwas mehr als 10% dessen, was ein Pilot in der zivilen Linienluftfahrt innerhalb eines Jahres fliegt. Als Hauptgrund wird der Abgang von Militärpiloten genannt, die in den zivilen Bereich wechseln, auch wenn die Werte in diesem Jahr bislang etwas niedriger ausfallen als 2025.

Projekt FX-2 (JAS-39E/F Gripen), KC-390 und Prioritäten bei freigegebenen Mitteln

Insgesamt umfasst die Kontingentierung R$ 1,015 bilhão an Mitteln, die dem Neuen PAC zugeordnet sind, sowie weitere R$ 435,7 milhões bei sogenannten frei disponiblen Ausgaben. Zu den Programmen, die besonders stark betroffen sind, zählt das Projekt FX-2 zur Beschaffung der JAS-39E/F Gripen-Kampfflugzeuge: Hier wurden R$ 800 milhões gesperrt. Auch das Programm für das Mehrzweckflugzeug KC-390 ist betroffen; im Haushalt dieses Jahres wurden dafür R$ 215,8 milhões blockiert.

Verzögerungen beim Gripen haben bereits dazu geführt, dass die FAB selbst Strafzahlungen und Zinsen leisten musste, die dem Gegenwert der Beschaffung von sechs neuen Kampfflugzeugen desselben Modells entsprächen. Gleichzeitig wird hervorgehoben, dass diese aktuelle Sperre bislang noch nicht zu einem neuen Vertragsnachtrag mit Saab geführt hat; damit bleibt der zuletzt veröffentlichte Zeitplan (zumindest vorerst) unverändert.

Die FAB erklärte ausserdem, dass im Fall einer späteren Freigabe der gesperrten Beträge die Wiederaufstockung vorrangig in das Gripen-Projekt, in die Instandhaltung von Luftfahrtmaterialien, in die Versorgung mit Flugkraftstoff sowie in die militärische Infrastruktur fliessen soll.

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