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AUSA: Energie für Nutzlasten auf leichten taktischen Fahrzeugen

Soldat in Tarnuniform schließt Gerät an gepanzertes Fahrzeug im Wüstengelände an.

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Auf der jüngsten Verteidigungsmesse der Association of the United States Army (AUSA) in Washington, D.C., waren mehrere leichte taktische Fahrzeuge mit unterschiedlichen Nutzlasten zu sehen. Die zentrale Frage dahinter lautet: Woher kommt eigentlich die Energie, um diese Systeme zu betreiben? Zona Militar hat dazu mit Vertreterinnen und Vertretern von Rüstungsunternehmen gesprochen, die in diesem Bereich über viel Praxis und fundiertes Know-how verfügen.

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Nutzlasten auf leichten taktischen Fahrzeugen

Auf leichten taktischen Fahrzeugen lässt sich eine breite Palette an Nutzlasten integrieren. Dazu zählen fernbediente Waffensysteme, Systeme der elektronischen Kampfführung, Startvorrichtungen für Drohnen sowie angebundene Drohnen, Anti-Drohnen-Technologie (aktiv und passiv), Führungs- und Kommunikationssysteme sowie Radar- und Sensorsysteme für Aufträge der Aufklärung, Überwachung und Zielerfassung (ISR).

Auf der AUSA wurden mehrere leichte taktische Fahrzeuge gezeigt, die genau solche Nutzlasten mitführten. GM Defense stellte beispielsweise seine Reihe an Infantry Squad Vehicles (ISV) mit verschiedenen Ausstattungen aus. Ein ISV-Utility war mit dem Anti-Drohnen-System Vampire ausgestattet, das von L3Harris entwickelt wurde; ein weiteres ISV-Utility trug die modulare Missionsnutzlast Black Recon von Teledyne FLIR Defense. Polaris, Hersteller der Fahrzeugfamilien MRZR Alpha und MRZR Diesel, präsentiert ebenfalls regelmässig wechselnde Nutzlastkonfigurationen auf seinen Plattformen.

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Energieexport für Nutzlasten: Polaris MRZR Alpha und GM Defense ISV

Auffällig ist, dass Fahrzeughersteller zunehmend Varianten entwickeln, die Energie nach aussen abgeben können. So kündigte Polaris auf der Verteidigungsmesse Modern Day Marine 2025 (ebenfalls in Washington, D.C.) den Produktionsstart seines Basismodells MRZR Alpha mit 1 Kilowatt exportierbarer Leistung an. Zusätzlich hat das Unternehmen eine vergleichbare Version mit fünf Kilowatt exportierbarer Leistung entwickelt.

John LaFata, Engineering Manager bei Polaris Government and Defense, sagte gegenüber Zona Militar: „Alle leichten taktischen Fahrzeuge MRZR Alpha, die jetzt von unserer Produktionslinie laufen, bieten 1 kW exportierbare Leistung bei 24 V – eine Massnahme, mit der wir im zweiten Quartal dieses Jahres begonnen haben“. LaFata bestätigte ausserdem: „Wir haben Bestellungen erhalten und mit den Auslieferungen begonnen“ – an US-amerikanische und internationale Militärkunden. Zur 5‑kW-Variante erklärte der Manager gegenüber ZM: „Der MRZR Alpha mit 5 kW exportierbarer Leistung ist ebenfalls in Produktion, und die Fertigung hat im dritten Quartal begonnen“.

Die 5‑kW-Ausführung ist für energieintensivere Systeme ausgelegt – etwa für Kommunikations- und Netzwerktechnik sowie für Luftverteidigung – oder sie kann externe Verbraucher versorgen, zum Beispiel ein taktisches Netz für vorgeschobene Operationen. Als Beispiele nannte LaFata gegenüber ZM das Lightweight Marine Air Defense Integrated System (L‑MADIS) und das Lightweight Marine Air Defense Integrated System (L‑MADIS).

GM Defense zeigte auf der AUSA zudem sein ISV-Utility mit missionsbezogener Energieversorgung – ein Fahrzeug, das laut Unternehmen „Energieerzeugung, -speicherung und -verteilung bereitstellt, wenn sie benötigt wird“. Daneben entwickelte das Unternehmen ein konzeptionelles elektrisches Militärfahrzeug (eISV) auf Basis des ISV-9. Diese Ausführung verfügt über „eine grosse Kapazität an gespeicherter und exportierbarer Energie für integrierte Missionspakete“.

Energiebedarf der Missionspakete: Modulare Auslegung und Betriebsmodi

Auch die Entwickler der Nutzlasten, die auf diesen Fahrzeugen verbaut werden sollen, berücksichtigen die Herausforderungen rund um den Energieverbrauch. Bob Herman, Senior Director für F&E-Programme für Kunden bei Teledyne FLIR Defense, erklärte gegenüber Zona Militar: „Wir haben das modulare Upgrade-Paket für das NBCRV-Sensorpaket in mehrere Fahrzeugplattformen integriert, darunter den Stryker und verschiedene kleine unbemannte Bodenfahrzeuge“. Er wies darauf hin, dass „jede Fahrzeugplattform zwar anders ist, unsere Systementwürfe jedoch modular sind, damit sich die Fähigkeiten sowohl an die Missionsanforderungen als auch an die Einschränkungen der Plattform anpassen lassen“.

„Im Rahmen unserer Entwicklung definieren wir unterschiedliche Betriebsmodi, die zu verschiedenen Zeitpunkten unterschiedliche Fähigkeiten aktivieren, um sicherzustellen, dass wir unter den Leistungsgrenzen des Fahrzeugs bleiben“, so das Fazit des Teledyne-FLIR-Defense-Managers.

Energie-Management im Feld: Brennstoffzelle EMILY 3000

Andere Unternehmen konzentrieren sich auf die Entwicklung von Werkzeugen für das Batterie- und Energiemanagement für Fahrzeuge wie die in dieser Analyse genannten, um das Energiemanagement in anspruchsvollen Umgebungen zu unterstützen. So ist die Black Knight Group in den USA Vertreterin des Unternehmens SFC, das die Brennstoffzelle EMILY 3000 herstellt.

Der CEO der Black Knight Group, Duncan Baillie, sagte gegenüber Zona Militar, die EMILY 3000 sei bereits „in mehreren europäischen Ländern sowie in Indien im Einsatz und steht bei den britischen Streitkräften seit fast 10 Jahren im Dienst“.

Auch wenn die US Army die EMILY 3000 bislang nicht beschafft hat, könnte sich das künftig ändern. Denn mit der Integration neuer, stromhungriger Nutzlasten auf Plattformen wie MRZR, ISV oder Humvee werden zusätzliche Optionen für exportierbare Energie erforderlich. Baillie betonte, die EMILY 3000 arbeite nahezu geräuschlos und mit minimaler akustischer sowie thermischer Signatur – und sei dadurch besonders für verdeckte Einsätze geeignet. Die EMILY 3000 wiegt rund 12 Kilogramm und erhöht die Energiereserven leichter taktischer Fahrzeuge, ohne die Beweglichkeit zu beeinträchtigen.

Das System wurde bereits auf den taktischen Polaris-Fahrzeugen MRZR D und MRZR Alpha gezeigt. Auf der Special Operations Forces Week zu Beginn dieses Jahres gaben SFC und Polaris zudem eine Zusammenarbeit bekannt, um das Energie-Management-Werkzeug EMILY 3000 als Zubehör für das taktische Fahrzeug MRZR D anzubieten.

Die Integration leistungsintensiver Nutzlasten auf leichte taktische Fahrzeuge wird exportierbare Energie und Werkzeuge für das Energiemanagement erfordern – ein eigenes Marktsegment, das mit der Weiterentwicklung der Kriegsführung mehr Aufmerksamkeit verdient.

Titelbild illustrativ. Quelle: USMC – Cpl. Amelia Kang

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