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Elektromobilität in Portugal: Was sich beim Laden mit Miio und Auto Rádio ändert

Junger Mann steht lächelnd neben weißem Elektroauto an Ladestation und schaut auf sein Smartphone.

Die Elektromobilität in Portugal steht kurz vor einem neuen Kapitel. Im Februar hat der Ministerrat einen grundlegenden Umbau des Modells für das Laden von Elektroautos beschlossen – mit dem Versprechen, Abläufe zu vereinfachen, Bürokratie zu reduzieren und die Preise wettbewerbsfähiger zu machen.

Doch sorgen diese Neuerungen wirklich für spürbare Erleichterungen im Alltag von Fahrerinnen und Fahrern rein elektrischer Autos? Kann das die Energiewende schneller voranbringen? Und wie ist das Ladenetz in Portugal im Vergleich zu den wichtigsten europäischen Märkten tatsächlich aufgestellt?

In der neuesten Folge von Auto Rádio, einem Podcast von Razão Automóvel mit Unterstützung von PiscaPisca.pt, gehen wir diesen Fragen nach. Mit dabei ist Daniela Simões, Mitgründerin und Geschäftsführerin von Miio – einem portugiesischen Unternehmen, das die Elektromobilität stark mitgeprägt hat und bereits bei mehr als 2,3 Millionen Ladevorgängen geholfen hat.

Eine Revolution namens Miio

Miio wurde 2019 gegründet – zu einer Zeit, als Daniela Simões (gemeinsam mit Rafael Ferreira, ihrem Studienkollegen aus dem Informatikstudium) die Kosten ihrer Ladevorgänge im Elektroauto noch über umfangreiche Excel-Tabellen nachhalten musste. Das junge Projekt gewann schnell an Dynamik und baute innerhalb von etwas mehr als zwei Jahren eine Nutzerschaft von rund 50.000 Personen auf.

Die Idee dahinter war klar: Eine einzige App sollte anzeigen können, welche Ladepunkte sich in der Nähe befinden, ob sie verfügbar sind, mit welcher Ladeleistung sie arbeiten – und vor allem, welche Kosten dabei voraussichtlich entstehen.

Mit der wachsenden Bekanntheit stieg auch die Zahl der Nutzerinnen und Nutzer. Heute verzeichnet Miio mehr als 380.000 registrierte Accounts und hat bereits mehr als zwei Millionen Ladevorgänge unterstützt.

Wie Daniela Simões in dieser Folge von Auto Rádio erläutert, bleibt dennoch viel zu tun. Genau deshalb ist das in Aveiro entstandene Unternehmen in Europa auf Expansionskurs und mittlerweile in sieben Ländern des „alten Kontinents“ aktiv.

Miio gilt als Erfolgsgeschichte, die sowohl in Portugal als auch international Aufmerksamkeit erhält. Das zeigt auch der Schritt aus dem Jahr 2024, als der Energiekonzern Repsol einen Teil des Unternehmenskapitals übernahm – eine Entwicklung, die Miio unter der Führung von Daniela Simões dabei unterstützen soll, den internationalen Ausbau weiter voranzutreiben.

Was ändert sich beim Laden?

In dieser Auto-Rádio-Ausgabe ging es nicht nur um die Entwicklung von Miio. Im Mittelpunkt stand auch das Maßnahmenpaket, das der Ministerrat im Februar beschlossen hat und das die Art und Weise, wie in Portugal ein Elektroauto geladen wird, grundlegend verändern soll.

Zu den wichtigsten Punkten zählen das Ende der Vertragspflicht (das Bezahlen soll direkt an der Ladesäule möglich sein – ähnlich wie beim Tanken von Verbrennerfahrzeugen), der freie Zugang zu jedem Ladepunkt, eine einheitliche Zähleinheit, mehr Wettbewerb an Autobahnen, lokale Energieerzeugung, bidirektionales Laden sowie das Ende der Rolle des Stromhändlers für Elektromobilität.

Gemeinsam mit Daniela Simões versuchen wir zu klären, ob diese Maßnahmen ausreichen, um die Herausforderungen der Branche im Land zu überwinden. Außerdem schauen wir darauf, welche Rolle Mobi.e in dem neuen, sich abzeichnenden Szenario spielen wird.

Auch der Blick über die Grenze kam nicht zu kurz: Wir haben die Lage im benachbarten Spanien herangezogen, um den Stand der Elektromobilität in Portugal besser einzuordnen – und um abzuschätzen, welche Entwicklungen künftig denkbar sind.

Nächste Woche wieder Auto Rádio

Es gibt damit mehr als genug Gründe, die aktuelle Folge von Auto Rádio anzusehen oder anzuhören. In der kommenden Woche ist der Podcast wie gewohnt wieder auf den üblichen Plattformen verfügbar: YouTube, Apple Podcasts und Spotify.


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