NetBlocks bestätigt die Angaben
Millionen Menschen auf Kuba waren nach dem Zusammenbruch des landesweiten Stromnetzes am Montag ohne Elektrizität, wie das Energieunternehmen des Landes mitteilte.
Der internationale Monitoring-Dienst NetBlocks bestätigt zudem einen Rückgang des Internetverkehrs: „Die Analyse zeigt einen Rückgang des Internetverkehrs auf Kuba im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch des Stromnetzes, durch den Millionen Menschen ohne Strom geblieben sind. Der Vorfall ereignete sich vor dem Hintergrund schrumpfender Energiereserven auf der Insel infolge der US-Ölblockade und der Aktivitäten in Venezuela“.
Wiederherstellung der Stromversorgung durch UNE
Nach Angaben von UNE, dem Betreiber des kubanischen Stromnetzes, wird die Versorgung in Provinzen und Städten im ganzen Land schrittweise wiederhergestellt.
Hintergründe: Treibstoffmangel, US-Ölblockade und Venezuela
Der aktuelle Ausfall ist der jüngste in einer Reihe grossflächiger Stromabschaltungen, die das Land erfasst haben; die chronische Treibstoffknappheit wurde durch die jüngste US-Blockade von Öllieferungen auf die Insel zusätzlich verschärft.
Kuba, eine Insel mit rund 10 Millionen Einwohnern, kämpft seit Jahren mit weitreichenden Stromausfällen. Das Land ist stark auf importierte Brennstoffe angewiesen, und es galt als wahrscheinlich, dass Venezuela Kuba täglich etwa 35.000 Barrel Öl lieferte – das entsprach ungefähr der Hälfte des Ölbedarfs der Insel. Diese Lieferungen wurden jedoch ausgesetzt, nachdem die USA den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro im Januar festgesetzt hatten.
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