Eine kleine Menge Spülmittel in der Toilette vor dem Schlafengehen kann organische Rückstände aufweichen und das Bürsten am nächsten Morgen erleichtern. Das eignet sich als laufende Pflege, ersetzt jedoch weder geeignete Desinfektionsmittel noch entfernt es allein hartnäckige Kalk- oder Rostflecken.
Warum hilft Spülmittel beim Reinigen der Toilette?
Spülmittel enthält Tenside. Diese Stoffe senken die Oberflächenspannung des Wassers und unterstützen dabei, Fett, Seifenreste und an der Keramik haftenden Schmutz zu lösen. Weil die Toilette über längere Zeit nicht genutzt wird, bleibt die Lösung länger auf der Oberfläche – dadurch geht das mechanische Entfernen mit der Bürste später leichter.
- Weicht organische Rückstände auf, die an der Keramik festsitzen;
- lässt die Bürste leichter über die Oberfläche gleiten;
- unterstützt beim Entfernen von Fett- und Seifenfilmen;
- kann Gerüche, die durch Schmutz entstehen, vorübergehend verringern;
- dient als Pflege zwischen gründlicheren Reinigungen.
Wie wendet man Spülmittel vor dem Schlafengehen an?
Verteilen Sie ein bis zwei Esslöffel flüssiges Spülmittel an den Innenwänden der Toilettenschüssel. Geben Sie das Mittel vor allem unter den Rand und auf Stellen, an denen Rückstände sichtbar sind. Eine halbe Tasse oder besonders viel Schaum ist nicht nötig – zu viel Produkt macht das Nachspülen aufwendiger und kann bei Toiletten mit kräftiger Spülung sogar zu überschäumendem Schaum führen.
Lassen Sie das Spülmittel über Nacht einwirken, sofern das Bad in dieser Zeit nicht genutzt werden muss. Am Morgen bürsten Sie die Keramik gründlich, auch unter dem Rand, und spülen anschließend. Das Einwirkenlassen reduziert zwar den Kraftaufwand, dennoch bleibt das Bürsten notwendig, um gelösten Schmutz vollständig zu entfernen.
Welche Flecken kann Spülmittel nicht entfernen?
Flüssiges Spülmittel wirkt gut gegen fettige Rückstände, löst jedoch verhärtete Mineralablagerungen nur unzureichend. Gelbliche Ränder durch mineralreiches Wasser, Rostspuren und alte Verkrustungen benötigen oft ein spezielles Produkt, das entsprechend den Herstellerangaben angewendet wird.
- Kalkablagerungen unterhalb der Wasserlinie;
- Rostflecken durch Eisen;
- ältere Verfärbungen, die in beschädigte Oberflächen eingezogen sind;
- Schimmel an Fugen sowie an äußeren Dichtungen;
- Verstopfungen durch Papier, Gegenstände oder zu viele Rückstände;
- Mikroorganismen, für die eine gezielte Desinfektionsstufe erforderlich ist.
Desinfiziert und entstopft Spülmittel die Toilette auch?
Spülmittel unterstützt die Reinigung, sollte aber nicht automatisch als Desinfektionsmittel verstanden werden. Beim Putzen werden zwar mit dem Schmutz auch Teile der Keime entfernt; echte Desinfektion erfordert jedoch ein dafür zugelassenes Produkt und die Einhaltung der auf dem Etikett angegebenen Einwirkzeit.
Gegen Verstopfungen durch Gegenstände, große Mengen Papier oder Probleme in der Rohrleitung hilft Spülmittel ebenfalls nicht. Bei leichten Blockaden kann die schmierende Wirkung zwar die Passage einzelner Reste begünstigen, korrekt ist in solchen Fällen aber die Verwendung eines Pömpels (Saugglocke). Kochendes Wasser sollte nicht in die Toilette gegossen werden, da starke Temperaturwechsel die Keramik oder Bauteile der Installation beschädigen können.
Das Wichtigste: Reinigungsmittel nicht mischen
Prüfen Sie vor der Anwendung, ob sich noch Chlorreiniger (Bleiche), Säure, Ammoniak, Desinfektionsmittel oder WC-Reiniger in der Schüssel befindet. Die Regel, Haushaltsreiniger nicht zu vermischen, verhindert Reaktionen, die reizende oder giftige Dämpfe freisetzen können. Verwenden Sie immer nur ein Mittel, sorgen Sie für gute Lüftung und beachten Sie die Hinweise auf dem Produkt.
Wird die Methode allein und in kleiner Menge angewendet, kann die nächtliche Einwirkzeit die Pflege erleichtern. Am besten funktioniert es durch das Zusammenspiel aus Einwirkzeit, gründlichem Bürsten und der regelmäßigen Reinigung der Außenteile wie Deckel, Sitz, Spülknopf und dem Sockel der Toilette.
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