Nach gängigen Deutungen im Feng Shui gilt: Ein Spiegel vergrößert symbolisch alles, was er zurückwirft. Deshalb wird häufig empfohlen, ihn an einer Seitenwand im Eingangsbereich oder im Esszimmer anzubringen – so, dass er aufgeräumte Bereiche, angenehmes Licht und Motive verweist, die mit Fülle und Wohlstand verbunden werden.
Wo ist der beste Platz für einen Spiegel?
Das Esszimmer zählt zu den bevorzugten Orten – vor allem dann, wenn der Spiegel einen gedeckten Tisch, Obst, Blumen oder gemeinsame Mahlzeiten widerspiegelt. Auch schmale Flure können davon profitieren, sofern der Spiegel seitlich hängt und nicht exakt in einer Linie mit der Haustür steht.
- Im Esszimmer, sodass er den ordentlich hergerichteten Tisch spiegelt;
- An einer Seitenwand in der Nähe des Eingangs;
- Im Flur, um den Raum optisch weiter wirken zu lassen;
- Im Wohnzimmer, wenn er Pflanzen oder einen freundlichen Ausblick reflektiert;
- An Stellen, an denen natürliches Licht aufgenommen und weiter verteilt wird.
Warum sollte der Spiegel nicht direkt gegenüber der Tür hängen?
Im Feng Shui gilt der Haupteingang als der Punkt, an dem das Chi (oft auch Qi genannt) – die Lebensenergie eines Ortes – in das Zuhause eintritt. Hängt ein Spiegel genau gegenüber der Tür, wird das sinnbildlich so verstanden, als würde diese Energie zurückgeworfen, bevor sie sich in den übrigen Räumen verteilen kann.
Das heißt jedoch nicht, dass ein Spiegel im Eingangsbereich grundsätzlich ungünstig ist. Er kann seitlich neben der Tür, über einer schmalen Konsole oder an einer Wand im rechten Winkel zur Tür platziert werden – praktisch im Alltag, ohne eintretende Personen frontal zu spiegeln.
Welche Spiegelbilder sollten in der Wohnung vermieden werden?
Wichtiger als eine starre Himmelsrichtung ist oft die Frage, was im Spiegel tatsächlich zu sehen ist. Wenn der Spiegel als „Verstärker“ verstanden wird, sollte er nicht auf Defekte, Unordnung, Abfall oder Bereiche gerichtet sein, die als unangenehm empfunden werden.
- Die Haustür, direkt im Spiegelbild;
- Toilette oder Abflüsse im Bad;
- Mülleimer und unaufgeräumte Zonen;
- Scharfe Ecken und dunkle Flure;
- Beschädigte oder angesammelte Gegenstände;
- Einen weiteren Spiegel, der endlose Reflexionen erzeugt.
Beeinflusst die Form des Spiegels das Ergebnis?
Für Innenräume werden meist glatte, ungeteilte Spiegel bevorzugt, weil sie ein klares Bild ohne Verzerrung zeigen. Modelle, die aus vielen kleinen Spiegelflächen zusammengesetzt sind, können Gesicht und Körper optisch „zerschneiden“ – ein Effekt, der in manchen Schulen dieser Tradition als ungünstig gilt.
Konvexe Spiegel haben eher spezielle Anwendungen und werden häufiger mit Bagua-Spiegeln in Verbindung gebracht, die außen nach eigenen Regeln angebracht werden. Für die alltägliche Einrichtung ist eine plane Spiegelfläche meist die unkomplizierteste Wahl: passend zur Wand dimensioniert und so aufgehängt, dass das Spiegelbild ohne störende „Schnitte“ erkennbar ist.
Zieht ein Spiegel am richtigen Platz wirklich Wohlstand an?
Es gibt keinen wissenschaftlichen Nachweis dafür, dass die Position eines Spiegels das Glück verändert oder finanzielle Vorteile bewirkt. Ganz praktisch kann ein Spiegel jedoch Licht verstärken, Tiefe erzeugen und das hervorheben, was ohnehin im Raum vorhanden ist – wodurch die Wohnung heller und einladender wirkt.
Ähnlich wie bei anderen Deutungen zum Einsatz von Spiegeln im Flur hängt die symbolische Wirkung vom gewählten Spiegelbild ab. Ein sauberer, sicher befestigter Spiegel, der auf einen gedeckten Tisch, Pflanzen oder angenehme Motive ausgerichtet ist, kann Abundanz darstellen und gleichzeitig die Lichtwirkung sowie das Raumgefühl ganz konkret verbessern.
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