Das Auslegen des Bodens von Küchenschränken mit alten Zeitungen ist ein traditioneller Haushaltstrick, der auch 2026 in vielen Wohnungen noch zu finden ist. Dahinter steckt meist der Wunsch nach mehr Sauberkeit, dem Schutz der Oberflächen und der Gedanke, ein günstiges, leicht zuschneidbares Material für unterschiedliche Schranktypen wiederzuverwenden.
Wozu dient es, den Schrankboden in der Küche mit alten Zeitungen auszulegen?
Zeitungspapier soll vor allem eine Trennschicht zwischen Vorratsverpackungen, Töpfen und der Innenfläche des Möbels bilden. Dadurch verringert sich der direkte Kontakt mit Fett, Staub, Feuchtigkeit und kleinen Tropf- oder Auslaufspuren. Flecken, Gerüche und Gebrauchsspuren landen so eher im Papier, statt Holz, MDF oder Laminat zu belasten.
Zusätzlich macht diese Lage das Putzen einfacher: Das Papier lässt sich schnell herausnehmen und ersetzen, ohne dass man den Schrank ständig intensiv schrubben muss. Gleichzeitig wirkt es wie eine dünne Polsterung und kann Kratzer reduzieren, die entstehen, wenn schwere Töpfe, Backformen oder Vorratsdosen täglich ein- und ausgeräumt werden.
Wann ist Zeitung im Küchenschrank sinnvoll – und wann eher nicht?
Praktisch ist Zeitung vor allem auf Böden, die leicht verschmutzen können, etwa durch Spritzer, Krümel oder kleine, gelegentliche Lecks. Das betrifft zum Beispiel Bereiche, in denen Öl, Essig, flüssige Würzmittel oder Kinder-Snacks stehen. In älteren Küchen oder Mietwohnungen kann das Papier zudem kleine Makel kaschieren und helfen, den Schrank insgesamt länger in einem besseren Zustand zu halten.
Ungünstig wird es hingegen dort, wo dauerhaft viel Feuchtigkeit herrscht, wo es zu eindringender Nässe kommt oder in unmittelbarer Nähe zum Herd: Das Papier vergilbt dann schnell, kann Wasser festhalten, Gerüche verstärken und Schimmel begünstigen. Für solche Stellen sind abwischbare, wasserfeste Einlagen in der Regel passender und hygienischer im Küchenalltag.
Wie legt man den Schrankboden mit Zeitung aus und hält den Schutz länger aufrecht?
Damit Zeitung ihren Zweck erfüllt, sollte zuerst das Schrankinnere gründlich gereinigt und komplett getrocknet werden, inklusive dem Entfernen von Fettfilm und Staub. Danach misst man die Fläche, schneidet das Papier mit einem kleinen Überstand an den Kanten zu und legt – wenn gewünscht – zwei oder drei Lagen übereinander, damit es stabiler ist und nicht so leicht einreisst.
Wenn die Einlage liegt, sorgen ein paar einfache Routinen dafür, dass es ordentlich und alltagstauglich bleibt:
- Zeitung nur an den Ecken mit kleinen Stücken schwach haftendem Kreppband fixieren.
- Schwerere Töpfe und Behälter eher an den Rändern platzieren, damit das Papier gespannt bleibt.
- Monatlich prüfen, ob Fettspuren, Risse, Feuchtigkeit oder starker Geruch auftreten, und bei Bedarf die Zeitung austauschen.
- Zeitung nicht auf Böden verwenden, die dauerhaft feucht sind oder immer wieder auslaufen.
Weitere Einsatzmöglichkeiten für Zeitung im Haushalt – und ob sich der Trick in der Küche noch lohnt
Auch abseits der Küche lässt sich Zeitung im Haushalt nutzen: etwa als Einlage in Besteckschubladen und Regalen im Hauswirtschaftsraum, als Unterlage für Reinigungsmittel, die tropfen könnten, oder zum Einwickeln von Geschirr und Gläsern beim Umzug. Bei kleinen Arbeiten dient sie ausserdem als Bodenschutz beim Streichen, kann Gerüche in Behältern aufnehmen und hilft, nasse Schuhe schneller zu trocknen.
Trotz moderner Matten und Organisationssysteme bleibt Zeitung für viele eine einfache, günstige und schnell austauschbare Schutzlösung. Gerade in stark genutzten Küchen kann sie als Zwischenlösung dienen, bis dauerhaft passende Einlagen installiert werden – vorausgesetzt, der Zustand des Papiers wird regelmässig kontrolliert, damit sich keine Verschmutzungen, Feuchtigkeit oder unangenehme Gerüche ansammeln.
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