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Indra bindet Tresca Ingeniería für Drohnenfabrik in León in globale Lieferkette ein

Zwei junge Ingenieure besprechen Drohnenmodell in Werkstatt mit technischen Zeichnungen und Robotarmen im Hintergrund.

Memorandum of Understanding zwischen Indra und Tresca Ingeniería

Der spanische Technologiekonzern Indra hat mit der Ingenieurberatung Tresca Ingeniería ein Memorandum of Understanding geschlossen, um das in León ansässige Unternehmen in Indras globale Lieferkette einzubinden. Die Vereinbarung steht im Zusammenhang mit dem Vorhaben, in León eine Produktionsstätte für Drohnen aufzubauen, und soll die technischen und entwicklungsbezogenen Kompetenzen von Tresca sowohl in Spanien als auch in internationalen Projekten nutzbar machen. Damit setzt Indra seinen Kurs fort, die eigene industrielle Infrastruktur weiter zu konsolidieren.

Drohnenfabrik in León als erste identifizierte Zusammenarbeit

Als eine der ersten konkret benannten Kooperationsmöglichkeiten gilt der Anlauf der geplanten Drohnenfabrik in León, die Indra als strategisches Projekt innerhalb der eigenen Industriepläne einordnet. In diesem Rahmen könnte Tresca technische Spezialleistungen bereitstellen, die für die Umsetzung der industriellen Infrastruktur erforderlich sind, damit die Anlage in Betrieb genommen werden kann.

Industrieausbau, Verteidigungsökosystem und technologische Souveränität

Das Vorhaben ist Teil von Indras Strategie, ein belastbares Verteidigungs-Industrieökosystem mit geografisch verteilter Präsenz aufzubauen. Dieser Ansatz knüpft an Ziele der technologischen Souveränität in Bereichen mit hoher Wertschöpfung an, darunter Drohnen, Luftverteidigungssysteme sowie bodengebundene Fahrzeuge.

Der Engineering Director von Indra, José Andrés González Para, erläuterte die Dimension der laufenden industriellen Expansion des Unternehmens. „Wir bauen unsere industriellen Fähigkeiten landesweit in sehr hohem Tempo aus, und wir müssen uns auf Unternehmen wie Tresca stützen, die über die Fachleute und das Talent verfügen, die wir brauchen, um dieses Ziel schneller und mit dem erforderlichen Mass an Strenge, Exzellenz und Qualität zu erreichen“, sagte er.

Auch Trescas CEO Francisco Carro betonte, welche Bedeutung das Abkommen für die Positionierung des Unternehmens im Verteidigungsbereich hat. „Die Zusammenarbeit mit Indra bedeutet unsere endgültige Konsolidierung im Verteidigungssektor, in dem wir bereits präsent waren. Wir treten der Verteidigungs-Industriebasis zu einem besonders wichtigen Zeitpunkt bei, um Spanien und Europa die Fähigkeit zu geben, mehr und schneller zu produzieren, während gleichzeitig die entstehenden Geschäftschancen genutzt und lokale Arbeitsplätze geschaffen werden“, erklärte er.

Tresca Ingeniería als Partner für Definition, Design und Aufbau

Tresca Ingeniería verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung mit komplexen technischen Projekten in Branchen wie Energie, Öl und Gas, Bergbau, Chemieindustrie, Pharmaindustrie, Maschinenbau und Automobilindustrie. Diese Historie macht das Unternehmen zu einem potenziell wichtigen Partner, um Indra insbesondere in den frühen Phasen der Festlegung, Auslegung und Umsetzung der künftigen Anlage zu unterstützen.

Die von Indra geplante Drohnenfabrik in León soll im Industriegebiet Villadangos del Páramo entstehen. Die Anlage ist Teil der industriellen Roadmap des Unternehmens, mit der Indra auf die steigende Nachfrage nach unbemannten Luftfahrtsystemen und Loitering Munition reagieren will – ein Segment, das in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen ist.

Sobald der Standort seine volle operative Kapazität erreicht, wird mit rund 200 Arbeitsplätzen gerechnet. Über die Vereinbarung stärkt Indra zudem seine Strategie, mit spanischen Unternehmen zusammenzuarbeiten – insbesondere mit kleinen und mittleren Unternehmen sowie spezialisierten Anbietern –, um ein wettbewerbsfähiges, innovationsstarkes und regional verankertes Industrieökosystem zu fördern.

Zu den Drohnen, deren Fertigung vorgesehen ist, gehört unter anderem die Tarsis, eine mittelgrosse taktische Drohne, die ursprünglich von Aertec entwickelt wurde. Ebenfalls genannt wird die Velero, ein Mehrzweck-Unmanned Aircraft, das als vollständiges Waffensystem konzipiert ist und sich an unterschiedliche Missionen und Nutzlasten anpassen lässt.

Bilder dienen nur zur Illustration.

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