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Argentinische Luftwaffe beschafft Kehrmatten gegen FOD vor Ankunft der F-16 Fighting Falcon

Techniker in Warnweste arbeitet auf Startbahn mit Flugzeug und Werkzeug am Boden eines Flughafens.
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Die Argentinische Luftwaffe hat ein Verfahren für eine private Ausschreibung angestossen, mit dem Ziel, Kehrmatten-Systeme zur Reinigung von Start- und Landebahnen auf Flugplätzen zu beschaffen. Auffällig ist diese Anschaffung nicht wirklich: Sie steht im direkten Zusammenhang mit der bevorstehenden Ankunft der neuen Kampfjets F-16 Fighting Falcon. Der Betrieb dieser Flugzeuge erfordert verschiedene Schutzmassnahmen – eine davon ist, Schäden durch Fremdkörper bzw. Foreign Object Damage (FOD) zu vermeiden.

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Ausschreibung der Argentinischen Luftwaffe: Umfang und Bedarf

Aus den Technischen Spezifikationen geht hervor, dass die Argentinische Luftwaffe sechs einfache Kehrmatten-Systeme des Typs RZR-8, sechs Systeme des Typs DPLX-1 (Doppelausführung) sowie 18 Wartungskits erwerben möchte. Auch wenn das auf den ersten Blick nach einer eher kleinen Beschaffung aussieht, ist eine konsequentere FOD-Ausrichtung einer von mehreren Punkten, die mit dem Zulauf der F-16 Fighting Falcon in den Alltag integriert werden müssen – zumal entsprechende Abläufe bislang nicht durchgängig systematisch umgesetzt werden.

Kehrmatten RZR-8 und DPLX-1: Zweck, Design und Einsatz

Kehrmatten wie die RZR-8 oder DPLX-1 sind als schnelle Sammelsysteme für Rückstände und Schmutz ausgelegt. Durch ihre leichte Bauweise bieten diese Reibungskehrer eine wirksame, effiziente und schnell einsetzbare Lösung, um FOD-Risiken bei militärischen Luftfahrzeugen zu verringern. Sie lassen sich an Fahrzeuge – etwa Pick-ups oder Ultraleichtfahrzeuge – ankoppeln und können damit grosse Flächen von Vorfeldern und Start-/Landebahnen zügig abfahren.

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F-16 Fighting Falcon und FOD: Standards, Verfahren und Kulturwandel

FOD-Schäden werden nicht auf die leichte Schulter genommen – ein Blick auf die US-Luftwaffe zeigt, wie streng die dafür geltenden Vorgaben sein können. Als Beispiel lassen sich die 2024 veröffentlichten Leitlinien der 354th Fighter Wing anführen: „…Das gesamte Personal hat das Konzept der ‚Kontinuierlichen Reinigung‘ während der Wahrnehmung seiner offiziellen Aufgaben auf dem Flugbetriebsgelände umzusetzen und durchzusetzen. Es liegt ausserdem in der Verantwortung des gesamten Personals, Techniken zur Verhinderung von Schäden durch Fremdkörper ( FOD ) anzuwenden, während Aufgaben auf dem Flugbetriebsgelände ausgeführt werden. Jede Einheit, die auf dem Flugbetriebsgelände fahren oder arbeiten muss, richtet ein wirksames Programm zur FOD-Prävention ein und hält dieses aufrecht…“

„…Die hohen Kosten von Geräteschäden und Verletzungen von USAF-Personal erfordern, dass alle Kommandeure und Vorgesetzten die Richtlinien zur Verhinderung von Schäden durch Fremdkörper ( FOD ) strikt befolgen. Die Beseitigung von Fremdkörpern (FO) ist der erste Schritt zur Vermeidung von FOD…“, ergänzt das Dokument.

Zu den vorbeugenden Praktiken gegen FOD zählen unter anderem eine strenge Kontrolle der Fahrzeugnutzung beim Einfahren in den Fluglinienbereich, erhöhte Aufmerksamkeit für sämtliches Personal, das Vorfeld und Luftfahrzeuge betritt, sowie Inspektionen verschiedenster Art – einschliesslich der bekannten FOD Walks. Dabei handelt es sich um eine „Schulter-an-Schulter“-Begehung zur Suche nach Fremdkörpern; sie findet üblicherweise Stunden vor dem ersten Start in Abstellbereichen, Hangarflächen und angrenzenden Rollwegen statt.

Die Indienststellung der F-16 Fighting Falcon bei der Argentinischen Luftwaffe steht damit nicht nur für die Rückgewinnung und Erweiterung von Fähigkeiten. Sie wird die Institution auch zu einem tiefgreifenden Wandel ihrer Organisationskultur zwingen: von grundlegenden, doktrinären Themen bis hin zu Punkten, die nebensächlich wirken mögen, aber ein Luftfahrzeug, in das mehrere zehn Millionen US-Dollar investiert wurden, am Boden halten können – wie eben FOD.

Titelbild illustrativ. Credits: US ANG – Staff Sgt. John Linzmeier


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