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Schimmel in der Wohnung im Winter: Ursachen, Vorbeugung und sichere Reinigung

Person mit Maske und Handschuhen entfernt Schimmel an Innenwand neben Fenster im Wohnzimmer.

Schimmel in der Wohnung tritt im Winter deutlich häufiger auf, weil Kälte und Feuchtigkeit in geschlossenen Räumen besonders leicht zusammenkommen. Diese mikroskopischen Pilze sind grundsätzlich in der Luft und auf Oberflächen vorhanden, finden aber bei niedrigen Temperaturen und mangelnder Lüftung ideale Bedingungen. Das kann zu Flecken und unangenehmen Gerüchen führen – und birgt mögliche Risiken für die Atemwege, vor allem bei Allergikerinnen und Allergikern oder Menschen mit Asthma.

Was ist Schimmel in der Wohnung und warum nimmt er im Winter zu?

Unter dem Begriff Schimmel in der Wohnung werden unterschiedliche Pilzarten zusammengefasst, die sich über unsichtbare Sporen vermehren. Sie siedeln sich dort an, wo sie Feuchtigkeit, „Nahrung“, Sauerstoff und passende Temperaturen vorfinden – als Nährstoffquelle reichen oft schon Staub, Textilfasern und Schmutzreste.

In der kalten Jahreszeit bleiben Türen und Fenster meist länger geschlossen, wodurch der Luftaustausch sinkt. Gleichzeitig sammelt sich Wasserdampf aus heissen Duschen, Kochen und dem Trocknen von Wäsche in der Wohnung. Das erhöht die Luftfeuchtigkeit und begünstigt Schimmel, insbesondere in Schlafzimmern, Bädern und Waschküchen bzw. Hauswirtschaftsbereichen.

Sehen Sie sich dazu ein Video auf dem YouTube-Kanal O Pulo do Gato na Construção an, in dem es um besonders wirksame Hausmischungen geht, um Schimmel von Wänden und aus Fensterecken dauerhaft zu entfernen:

https://www.youtube.com/watch?v=qMiwKIn0N7w

Wie lässt sich Schimmel in der Wohnung im Alltag vorbeugen?

Wirksame Vorbeugung setzt vor allem bei der Feuchtigkeit an – ergänzt durch regelmässige Reinigung. Wenn Böden, Fliesen, Wände und Fensterflächen frei von Staub und Fett bleiben, haben Pilze es schwerer, sich festzusetzen. Für die grundlegende Reinigung reicht häufig ein verdünntes, neutrales Spül- bzw. Reinigungsmittel.

Zusätzlich sollten Sie die relative Luftfeuchtigkeit und die Luftzirkulation in den Räumen im Blick behalten. Die folgenden alltagstauglichen Massnahmen helfen, übermässige Feuchte zu reduzieren und das Auftreten von Flecken hinauszuzögern:

  • Wände, Decken und Fenster-/Türrahmen mindestens einmal pro Jahr reinigen.
  • Vermeiden, dass Möbel dauerhaft direkt an kalten, feuchten Aussenwänden stehen.
  • Schränke belüften, indem die Türen regelmässig geöffnet werden.
  • In Bereichen mit früheren Schimmelflecken besonders konsequent reinigen.
  • In sehr feuchten Räumen Luftentfeuchter einsetzen oder die „Dry“-Funktion der Klimaanlage nutzen.

Wie kann man Kondensation und die wichtigsten Feuchtigkeitsquellen verringern?

Beschlag und Kondenswasser an Fenstern sowie an kalten Wänden zählen zu den häufigsten Auslösern für Schimmel in der Wohnung. Trifft warme, feuchte Raumluft auf stark abgekühlte Oberflächen, schlägt sich der Wasserdampf als Tropfen nieder. Diese Feuchtigkeit sammelt sich besonders an Fensterbänken und in schlecht belüfteten Ecken – typischerweise in Schlafzimmern, die nachts geschlossen bleiben.

Um diesen Kreislauf zu unterbrechen, helfen oft einfache Schritte: Türen zeitweise einen Spalt offen lassen, nasse Stellen von Hand trocken wischen und Abluftventilatoren in Bad und Küche verwenden. Ebenso wichtig ist es, mögliche Leckagen an Dach, Dachrinnen und Wasserleitungen zu prüfen, damit sich keine „versteckte“ Feuchtigkeit in Bauteilen und Wänden aufbauen kann.

Wie reinigt man Schimmel sicher – und wann ist professionelle Hilfe sinnvoll?

Ist Schimmel bereits sichtbar, sollte die Reinigung so erfolgen, dass möglichst wenige Sporen zusätzlich verteilt werden. Bei kleinen, frisch entstandenen Stellen empfiehlt sich Schutz mit Handschuhen, Schutzbrille und einer Maske der Klasse P2 oder N95. Für die Behandlung kommen einfache Lösungen wie verdünntes Reinigungsmittel oder eine Mischung aus Essig und Wasser in Frage – entscheidend ist, die Schimmelschicht mechanisch gründlich zu entfernen.

Auch wenn der Belag abgetötet ist, können weiterhin unerwünschte Stoffe freigesetzt werden. Deshalb sollten verwendete Tücher konsequent entsorgt oder sehr gründlich ausgewaschen werden. Bei grossflächigen Flecken, dauerhaft starkem Geruch, wiederkehrender Durchfeuchtung/Undichtigkeiten oder wenn Menschen mit Atemwegsproblemen im Haushalt leben, ist eine fachliche Einschätzung sinnvoll. Dabei können zugelassene Produkte in Betracht gezogen werden, die Reinigung, Beseitigung der Feuchteursache und einen längerfristigen Oberflächenschutz kombinieren.

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