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DroneShow 2026 in São Paulo: Besuch bei Modirum GESPI
Auf der DroneShow 2026 in São Paulo besuchte Zona Militar den Messestand von Modirum GESPI, um die jüngsten Lösungen für unbemannte Luftfahrtsysteme aus nächster Nähe kennenzulernen. Im Fokus standen Systeme für Aufklärung, Präzisionsangriffe sowie der Einsatz als Loitering Munitions.
Die Entwicklung moderner Konflikte hat die Bedeutung von Angriffsdrohnen und Loitering Munitions als zentrale Bausteine heutiger militärischer Operationen weiter gefestigt. Indem Überwachung, Zielidentifikation und Wirkung in einer einzigen Plattform zusammengeführt werden, verkürzt sich die Zeitspanne zwischen Entdeckung und Bekämpfung deutlich. Gleichzeitig steigt die Treffgenauigkeit, während die Gefährdung eigener Kräfte sinkt.
Vor diesem Hintergrund stellte Modirum GESPI eine Lösungsfamilie auf Basis der SISU-AI-Architektur vor. Der Ansatz verknüpft Luftplattformen, Sensorik, fortgeschrittene Software und unterschiedliche Nutzlasten, um Anforderungen aktueller Gefechtsfelder abzudecken.
Vectron M UAS: Autonomie, GNSS-Verweigerung und Schwarmbetrieb
Zu den hervorgehobenen Exponaten zählte der Vectron M, ein unbemanntes Luftfahrtsystem (UAS) für Verteidigungsaufgaben, das für den Einsatz in komplexen und stark umkämpften Umgebungen ausgelegt ist.
In die Plattform ist die technologische SISU-AI-Architektur integriert, wodurch ein hoher Autonomiegrad sowie eine ausgeprägte Anpassungsfähigkeit an operative Rahmenbedingungen erreicht werden sollen. Als wesentliches Alleinstellungsmerkmal nannte das Unternehmen die Einsatzfähigkeit unter GNSS-Signalverweigerung: Die Navigation bleibt demnach auch bei elektronischer Störung oder bei Spoofing-Versuchen gegen satellitengestützte Positionsdienste verfügbar.
Darüber hinaus unterstützt der Vectron M den Schwarmbetrieb (drone swarming). Mehrere Luftfahrzeuge können koordiniert agieren, Informationen austauschen und kooperative Missionen autonom durchführen. Diese Fähigkeit gilt als strategisch, da verteilte Operationen und das Sättigen gegnerischer Luftverteidigung durch unbemannte Systeme zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Für das System sind unter anderem Missionen der Intelligence, Surveillance and Reconnaissance (ISR), Zielaufklärung und -verfolgung, Präzisionsangriffe sowie Battle Damage Assessment (BDA) vorgesehen. Letzteres umfasst die Bewertung der Angriffswirkung über die Übertragung von Echtzeitvideo.
DART Loitering Munition: Rohrstart, Elektroantrieb und HEAT-Wirkung
Ein weiteres Highlight der Ausstellung war DART, eine Loitering Munition, die auf hohe Mobilität, schnelle Einsatzbereitschaft und ausgeprägte Zielwirkung gegen gepanzerte Ziele ausgelegt ist.
Das System wird in einem kompakten Startrohr transportiert, sodass kleine Trupps es in Einsatzumgebungen zügig verwenden können. Nach dem Start entfalten sich Flügel und Steuerflächen automatisch im Flug, woraufhin die Navigation in das Interessengebiet beginnt.
Angetrieben durch einen elektrischen Antrieb führt DART eine HEAT-Nutzlast (High Explosive Anti-Tank) mit. Diese ist speziell für die Neutralisierung von gepanzerten Fahrzeugen, Kampfpanzern, befestigten Stellungen und weiteren hochwertigen Zielen konzipiert.
Damit positioniert sich DART als moderne Panzerabwehrlösung, die die typische Verweildauer von Loitering Munitions mit der erforderlichen Durchschlags- und Zerstörungswirkung gegen gepanzerte Bedrohungen kombiniert. Das Konzept ermöglicht es dem Bediener, ein Ziel zu erkennen, zu verifizieren und präziser zu bekämpfen. So sinkt das Risiko, Munition wirkungslos einzusetzen, und die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Neutralisierung steigt.
Zudem kann während jeder Missionsphase zwischen autonomem Flug und manueller Steuerung gewechselt werden, einschließlich der finalen Phase des Sturzangriffs auf das Ziel. Fortgeschrittene Kommunikationsfunktionen, Verfahren für den Fall eines Signalverlusts sowie eine Funktion zum Abbruch der Mission ergänzen das operative Fähigkeitsspektrum.
Mk3 „Sargento“ FPV: Kurzreichweite bis 30 km für Aufklärung und Präzisionswirkung
Ebenfalls vorgestellt wurde der Mk3 „Sargento“, eine FPV-Plattform (First Person View) für Missionen auf kurze Distanz. Mit einer operativen Reichweite von bis zu 30 Kilometern ist das System für Aufklärung, Zielerfassung und Präzisionsangriffe ausgelegt. Das Konzept folgt der Entwicklung jüngerer Konflikte, in denen FPV-Drohnen aufgrund niedriger Beschaffungskosten und hoher Wirksamkeit gegen unterschiedliche Bedrohungen eine zentrale Rolle in taktischen Operationen übernommen haben.
Die Plattform soll insbesondere Einheiten eine flexible Option bieten, die ihre Beobachtungs- und Angriffsfähigkeiten im Gefechtsfeld kurzfristig ausweiten müssen.
Ergänzend zu den gezeigten Luftplattformen stellte Modirum GESPI die technologische Architektur SISU AI heraus. Sie ist darauf ausgelegt, fortgeschrittene Software, Sensoren, Navigationssysteme, Luftplattformen und verschiedene Nutzlasten in einem einheitlichen operativen Ökosystem zusammenzuführen.
Die Lösung wurde konzipiert, um mehr Autonomie, bessere Lagebilderstellung und höhere operative Effizienz zu ermöglichen, sodass Systeme auch in zunehmend anspruchsvollen Umgebungen komplexe Missionen ausführen können.
Nach Angaben des Unternehmens stellt die interne Fähigkeit, sämtliche kritischen Komponenten zu entwerfen, zu fertigen und zu integrieren, die vollständige Kontrolle über die Entwicklung der Plattformen und deren technologische Weiterentwicklung sicher. Darüber hinaus können SISU AI™-Module und vom Unternehmen entwickelte Nutzlasten auch separat geliefert werden, um sie in bestehende Systeme zu integrieren.
Loitering Munitions: eine zunehmend relevante Fähigkeit
Das Wachstum von Loitering Munitions zählt zu den auffälligsten Trends, die in den Konflikten der vergangenen Jahrzehnte zu beobachten waren. Diese Systeme vereinen Eigenschaften von Aufklärungsdrohnen und präzisionsgelenkter Munition und können über einem Interessengebiet verbleiben, bis ein geeignetes Ziel für den Angriff identifiziert ist.
Durch die Kombination aus Verweildauer, Präzision und operativer Flexibilität verändern loitering munitions die Art und Weise, wie Streitkräfte offensive Einsätze planen und durchführen. Sie bieten eine effiziente Zwischenlösung zwischen klassischen Drohnen und traditionellen Raketensystemen.
Die von Modirum GESPI auf der DroneShow 2026 präsentierten Lösungen zeigen, wie die Rüstungsindustrie weiterhin in Technologien investiert, die Autonomie, Entscheidungsfähigkeit und Präzision unbemannter Systeme erweitern, um den Anforderungen moderner Gefechtsszenarien gerecht zu werden.
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