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CATL präsentiert Shenxing: neue LFP-Schnellladebatterie

Weißes Elektroauto mit LED-Scheinwerfern an Ladestation in modernem Innenraum mit Blick auf Stadt.

Die chinesische CATL, der weltweit grösste Batteriehersteller und einer der wichtigsten Zulieferer von Tesla, hat am Mittwoch, dem 16. August, eine neue LFP-Batterie mit Schnellladefunktion angekündigt – nach eigenen Angaben die erste LFP-Batterie, die dies ermöglicht.

Die neue Batterie trägt den Namen Shenxing. CATL teilte ausserdem mit, dass die Serienproduktion der neuen Zellen gegen Ende des Jahres anlaufen soll. Die ersten Elektrofahrzeuge, die mit dieser Batterie ausgestattet werden, sollen im ersten Quartal 2024 auf den Markt kommen.

„Wir hoffen, dass Shenxing durch kontinuierliche Anstrengungen zur Verbesserung der Technologie und zur Senkung der Kosten zu einem Standardprodukt wird, das für alle Elektrofahrzeuge verfügbar ist“, sagte Gao Han, Technikchef der E-Auto-Sparte von CATL, laut Reuters.

CATL gilt als Marktführer bei Batterien für Elektroautos. Im ersten Quartal 2023 lag der globale Marktanteil nach Angaben von SNE Research bei 35%.

CATL Shenxing: Was die neue LFP-Schnellladetechnologie verspricht

Mit der neuen Schnellladetechnologie will CATL vor allem zwei Punkte adressieren, die bei LFP-Batterien im Vergleich zu klassischen NCM-Akkus (Nickel, Kobalt und Mangan) häufig als Schwächen gelten: Reichweite und Ladegeschwindigkeit.

Laut CATL sollen Reichweiten von über 700 km möglich sein (CLTC-Zyklus, der in China verwendet wird und weniger streng ist als der WLTP-Zyklus). Zudem sollen 10 Minuten Laden ausreichen, um 400 km Reichweite nachzuladen.

Darüber hinaus verspricht CATL, dass sich selbst bei Temperaturen von bis zu -10 °C innerhalb von nur 30 Minuten 80% der Reichweite wiederherstellen lassen. Auch die Leistung und die Beschleunigung sollen bei solchen Temperaturen nicht beeinträchtigt werden.

Nachteile von LFP-Batterien bislang

Immer häufiger werden LFP-Lithium-Ionen-Batterien (Lithium-Eisenphosphat) als Alternative zu den NCM-Lithium-Ionen-Batterien betrachtet, die viele europäische Hersteller weiterhin einsetzen. In China sind LFP-Akkus dagegen seit Langem verbreitet – etwa bei Herstellern wie BYD.

Es gibt aber weitere Beispiele: Tesla setzt diese Technologie in den Einstiegsvarianten des Tesla Model 3 und des Tesla Model Y ein. Auch Ford hat bereits bestätigt, LFP-Batterien im Mustang Mach-E verwenden zu wollen.

Einer der grössten Pluspunkte von LFP-Batterien ist der Preis. Weil günstigere und besser verfügbare Materialien zum Einsatz kommen, lassen sich die Kosten gegenüber NCM-Batterien senken, die auf teurere, seltenere und weniger nachhaltige Rohstoffe angewiesen sind.

Hinzu kommen eine längere Lebensdauer im Vergleich zu NCM-Batterien sowie eine höhere thermische und chemische Stabilität – beides trägt dazu bei, das Risiko von Bränden und Explosionen zu reduzieren.

Im Vergleich zu den traditionellen, aber teureren NCM-Batterien gibt es jedoch auch Nachteile: Die Energiedichte ist geringer (weniger Kapazität pro Zelle, was in geringerer Reichweite resultiert), und das Laden ist weniger effizient – besonders bei niedrigen Temperaturen.

Genau hier setzt CATL mit Shenxing an: Nach Darstellung des Unternehmens sollen die bisher mit Reichweite und Ladegeschwindigkeit verbundenen Nachteile aus der Gleichung verschwinden.

Wird der Preis beeinflusst?

Auf dem Papier wirkt die neue CATL-Technologie sehr vielversprechend und würde theoretisch die zwei grössten Schwachstellen von LFP-Batterien beseitigen.

Offen bleibt allerdings, wie sich dieser Schritt auf die Kosten von LFP-Batterien auswirkt – denn der niedrigere Preis ist bislang ihr wichtigstes Argument. Zur Einordnung: Der Preis pro kWh einer LFP-Batterie liegt derzeit zwischen 20% und 30% unter dem einer NCM-Batterie.

Zu den Preisen, zu denen die Shenxing-Batterien auf den Markt kommen sollen, hat sich CATL bislang nicht geäussert.

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