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Sygic Motorbike Mode startet nativ auf Android Auto und CarPlay

Motorradfahrer mit Helm und Handschuhen nutzt zwei Navigationsgeräte auf kurviger Bergstraße.

Warum Android Auto und CarPlay für Motorräder lange nicht ideal waren

Zwar konnte man sich schon bisher über Android Auto oder CarPlay navigieren lassen – doch keine der beiden Oberflächen bot eine Navigation, die wirklich für Motorräder gedacht war. Wer auf zwei Rädern unterwegs ist, musste bis dahin mit Apps leben, die primär fürs Auto entwickelt wurden. Diese Schieflage dürfte viele Biker freuen, denn Sygic – der slowakische Spezialist für Offline-Kartografie – räumt sie nun ein Stück weit aus.

In Android Auto und CarPlay tummeln sich zahlreiche Navigations-Apps, allen voran Waze, Apple Karten oder Google Maps. Nur: Fast keine davon war konsequent für Menschen gemacht, die auf zwei Rädern fahren. Für viele Vielfahrer war das ein echter Nervfaktor – und es blieb oft nur der Griff zu Notlösungen: Smartphone-Halterungen (bei Regen schlecht ablesbar, bei harter Sonne ebenfalls – und bei sportlicher Fahrt auf kurvigen Strecken nicht gerade beruhigend) oder, als teurere Alternative, klassische Motorrad-GPS.

Natürlich konnte man auch einfach bei den etablierten Apps bleiben. Der Haken ist ihr durch und durch autozentrierter Ansatz: Für die Route von A nach B liefern sie zuverlässig den schnellsten Weg. Sobald es aber darum geht, am Sonntag bewusst über abgelegene Strassen zu bummeln, verlieren sie deutlich an Reiz. Sygic, auch wenn der Anbieter nicht die Strahlkraft der ganz grossen Namen hat, hat das verstanden: Die App des slowakischen Herausgebers wurde seit 2004 über 200 Millionen Mal installiert – und Sygic hat angekündigt, dass der Motorbike Mode jetzt nativ auf Android Auto und CarPlay läuft.

Ein GPS, das zum Instinkt von Motorradfahrern passt

Der Motorbike Mode ist bereits im März 2026 gestartet – zunächst allerdings nur auf dem Smartphone und dort als kostenpflichtige Erweiterung der Navigations-App. Schon damals brachte er die Kernfunktionen mit, die viele Motorradfahrer von einem virtuellen Copiloten erwarten: alternative Routen, bei denen der Fahrspass im Vordergrund steht, eine Live-Anzeige des Schräglagenwinkels, das Streckenprofil, Wetterinformationen sowie Radarwarnungen.

Mit der frisch ausgerollten Version 26.4 wandern diese Features nun vom Telefon auf Android Auto und CarPlay – und werden damit direkt auf dem Motorrad-Display angezeigt. Dazu gehören grössere, deutlich besser lesbare Karten (übrigens weiterhin auch offline nutzbar), Warnhinweise mit hoher Sichtbarkeit, Bedienung über die serienmässigen Tasten des Motorrads und eine Sprachführung, die direkt ins Bluetooth-Intercom des Helms gespielt wird.

Unser Ziel war es, eine Navigation zu bieten, die wirklich zu den Empfindungen von Motorradfahrern und ihren Prioritäten auf der Strasse passt. Den Motorbike Mode an die Displays der Motorräder anzupassen, war der logische nächste Schritt – und vor allem eine direkte Antwort auf die Erwartungen der Community“, erklärt Lukas Dermek, Produktchef bei Sygic, in der offiziellen Mitteilung.

Kompatibilität, Nachrüst-Displays und Preis

Ein wesentlicher Haken bleibt allerdings: Die Kompatibilität ist vorerst nur bei einer kleinen Auswahl an Motorrädern gegeben. Sygic nennt aktuell lediglich einige wichtige Honda-Modelle (Gold Wing, Africa Twin, NT1100) sowie Teile der Touring-Palette von Harley-Davidson mit modernem Display.

Wer andere Modelle fährt, schaut damit zunächst in die Röhre – es sei denn, man setzt auf Nachrüst-Displays, die laut Sygic universell mit der neuen Funktion kompatibel sind. Zu einer Ausweitung auf weitere Modelle macht der Anbieter derzeit keine Zusagen.

Beim Preis bleibt Sygic im Vergleich zu dedizierten Motorrad-GPS angenehm bodenständig: 49,99 Euro als Einmalkauf. Für viele dürfte das ein überzeugendes Argument sein – spätestens vor der nächsten Ausfahrt.

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