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USAF-CCA: YFQ-44A von Anduril feuert erstmals AIM-120 AMRAAM

Ein Mitarbeiter steuert eine bewaffnete Drohne, während ein Kampfflugzeug auf einer Wüstenpiste startet.
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Das Programm Collaborative Combat Aircraft (CCA) der United States Air Force (USAF) hat einen weiteren Meilenstein erreicht: Die von Anduril Industries entwickelte Drohne YFQ-44A hat erstmals erfolgreich eine Luft-Luft-Rakete AIM-120 AMRAAM abgefeuert. Der Test fand von der Edwards Air Force Base in der Mojave-Wüste in Kalifornien aus statt und markiert das erste Mal, dass die Plattform Bewaffnung in einem kampfrealistischen Szenario einsetzt – ein wichtiges Signal für ihre künftige Rolle an der Seite bemannter Jets.

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BVR-Test mit AIM-120 AMRAAM

Wie die USAF und Anduril mitteilten, führte die YFQ-44A ein vollständiges Beyond Visual Range (BVR)-Engagement gegen ein simuliertes Ziel durch. Während des Versuchs erhielt das autonome System Lattice die Zieldaten; nach der Freigabe durch einen menschlichen Operator erfolgte der Start einer AIM-120 AMRAAM. Damit wurde die komplette Wirkkette verifiziert – von der Erfassung über die Verarbeitung bis hin zum tatsächlichen Waffenausstoß.

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Autonomie, Sensorik und Datenlinks im Gesamtsystem

Der Chief of Staff der US-Luftwaffe, General Kenneth S. Wilsbach, bezeichnete den Test als „einen wichtigen Schritt“ auf dem Weg zur operativen Einführung von Collaborative Combat Aircraft. Anduril betonte zugleich, dass der Versuch deutlich mehr gewesen sei als nur der Abschuss einer Rakete: Gezeigt worden sei das Zusammenspiel von Sensoren, autonomer Software, Datenverbindungen und Waffensystemen innerhalb einer vollständig nutzbaren Einsatzarchitektur.

Ausgelegt für den Einsatz neben bemannten Kampfjets

Die YFQ-44A von Anduril Industries gehört zur ersten Phase des USAF-Programms Collaborative Combat Aircraft (CCA). Diese Fluggeräte sind dafür vorgesehen, zusammen mit bemannten Plattformen wie der F-35 Lightning II und der künftigen F-47 zu operieren. Vorgesehen sind Aufgaben wie Luftüberlegenheit, Angriff, elektronische Kampfführung, Aufklärung sowie Täuschung – stets unter der Aufsicht eines menschlichen Piloten.

US-Stellen hoben erneut hervor, dass trotz des hohen Autonomiegrads die Entscheidung zum Waffeneinsatz weiterhin ausschließlich bei einem menschlichen Operator liegt, der die Mission über den gesamten Flug hinweg kontrolliert. Der AMRAAM-Abschuss gilt zudem als Höhepunkt einer Testkampagne, die zu Jahresbeginn mit Erprobungen zur inertem Mitführung von Bewaffnung begonnen hatte. Damit steigt der Reifegrad eines Vorhabens spürbar, das in den kommenden Jahrzehnten die Einführung von rund 1.000 Collaborative Combat Aircraft vorsieht.

Ein Programm, das seine Entwicklung weiter beschleunigt

Der erfolgreiche Start reiht sich in mehrere Fortschritte der vergangenen Monate ein. Nach dem Erstflug im November 2025 ging die YFQ-44A Anfang 2026 in eine Low-Rate Initial Production über. Im Juni vergab die US-Luftwaffe ausserdem neue Verträge, um die Entwicklung der unterschiedlichen CCA-Familien weiter zu beschleunigen.

Parallel dazu soll auch der zweite Wettbewerber im Programm, die YFQ-42A von General Atomics, noch vor Jahresende seinen ersten Waffeneinsatztest durchführen. Damit würde eine weitere Phase in der Entwicklung dieser Plattformen gefestigt, die die nächste Generation von USAF-Kampfjets begleiten sollen.

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