Eine Flasche im Toilettenspülkasten kann den Wasserverbrauch pro Spülung senken – vor allem bei älteren WC-Spülkästen. Eine vollständig gefüllte und fest verschlossene Flasche nimmt im Behälter Platz weg, sodass nach dem Betätigen weniger Wasser nachläuft. Der Ansatz ist unkompliziert, funktioniert aber nur, wenn die Flasche die Mechanik nicht berührt und die Spülleistung nicht spürbar schwächt.
Wie spart eine Flasche Wasser bei der Spülung?
Das Prinzip beruht auf Verdrängung. Liegt im Spülkasten eine Flasche, die mit Wasser, Sand oder kleinen Kieselsteinen gefüllt ist, beansprucht sie einen Teil des Volumens, das sonst komplett mit Wasser aufgefüllt würde. Dadurch erreicht der Spülkasten seinen Füllstand mit weniger Litern.
Hat die Flasche 500 ml, bewegt sich die Ersparnis pro Spülung meist in etwa in dieser Grössenordnung. In stark genutzten Badezimmern kann sich das im Monatsverbrauch bemerkbar machen – besonders bei älteren WCs, die pro Spülgang deutlich mehr Wasser benötigen als Modelle mit wassersparender Spültechnik.
Wo sollte die Flasche platziert werden?
Die Flasche gehört in den Spülkasten, nicht in die WC-Schüssel. Am besten wird sie in einer Ecke des Behälters positioniert – mit Abstand zum Schwimmer, zur Kette, zum Ablaufventil und zu allen Teilen, die sich beim Spülen bewegen.
Wichtig ist vor allem, dass sie die Funktion im Inneren nicht behindert:
- Verwenden Sie eine kleine Kunststoffflasche mit 500 ml bis 1 Liter.
- Füllen Sie sie mit Wasser und schrauben Sie den Deckel fest zu.
- Stellen Sie sie aufrecht hin oder legen Sie sie hinein – je nachdem, wie viel Platz im Spülkasten ist.
- Achten Sie darauf, dass sie nicht in die Nähe von Schwimmer und Spülventil rutscht.
- Betätigen Sie die Spülung mehrmals zur Kontrolle, ob alles frei läuft.
Wann lohnt sich dieser Trick wirklich?
Am meisten bringt die Flasche bei älteren Toiletten ohne Zwei-Mengen-Spülung oder ohne präzise Volumensteuerung. Bei solchen Ausführungen gibt der Spülkasten oft mehr Wasser ab, als für eine normale Spülung nötig wäre.
Bei neueren WCs mit Doppelknopf oder bereits auf geringen Verbrauch eingestelltem Spülkasten ist die Flasche häufig überflüssig. Wird die Spülung nach dem Einlegen zu schwach, kann es passieren, dass zweimal gespült werden muss – und dann ist die Ersparnis wieder weg.
Welche Fehler können die Spülung stören?
Am problematischsten sind schwere, lose oder brüchige Gegenstände im Spülkasten. Ziegel, ungeschützte Steine oder improvisierte Teile können Material abgeben, das Ventil blockieren oder Bauteile im Inneren beschädigen.
Ausserdem sollte man es nicht übertreiben:
- Legen Sie keine zu grossen Flaschen in den Spülkasten.
- Lassen Sie die Flasche nicht am Schwimmer anliegen.
- Nutzen Sie keinen Behälter mit Loch oder schlecht sitzendem Deckel.
- Reduzieren Sie das Volumen nicht, wenn die Spülung ohnehin oft unzuverlässig ist.
- Ignorieren Sie keine Undichtigkeiten im Spülkasten, denn sie verschwenden mehr Wasser als eine normale Spülung.
Woran erkennt man, ob der Tipp funktioniert hat?
Der Trick hat funktioniert, wenn der Spülkasten normal nachfüllt, die Spülung kräftig genug bleibt und die Schüssel ohne zweiten Spülvorgang sauber wird. Beobachten Sie nach dem Test, ob der Schwimmer zuverlässig schliesst und ob kein Wasser dauerhaft in die Toilette nachläuft.
Eine Flasche im Spülkasten ist eine einfache Möglichkeit, Wasser zu sparen – vorausgesetzt, sie wird mit Augenmass eingesetzt. Steht oder liegt sie stabil, bleibt von den beweglichen Teilen fern und passt zu einem WC, das mit weniger Spülwasser auskommt, wird aus einer gewöhnlichen Flasche ein günstiger Wasserbegrenzer, der sich jederzeit wieder entfernen lässt.
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