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Während der internationalen Messe Eurosatory 2026 stellte das Unternehmen Esh-Tech mit DroneLight ein C‑UAS‑System (Counter‑Unmanned Aircraft System, Drohnenabwehr) vom Typ hard-kill vor. Die Lösung setzt auf einen hochenergetischen, gepulsten Laser, um Drohnen physisch zu zerstören. Entwickelt wurde das System als Antwort auf eine Bedrohung, die in aktuellen Konflikten stark an Bedeutung gewonnen hat: der massenhafte Einsatz unbemannter Luftfahrzeuge. Dieser Trend erzwingt neue Abwehrfähigkeiten – sowohl zum Schutz kritischer Infrastruktur als auch zum Schutz eingesetzter Kräfte im Feld.
DroneLight von Esh-Tech: Konzept und Wirkprinzip
Im Unterschied zu vielen Lasersystemen, die ihr Ziel durch eine kontinuierliche Wärmeeinwirkung auf einen Punkt über mehrere Sekunden beschädigen, arbeitet DroneLight mit extrem kurzen Pulsen, die die Struktur der Drohne durchdringen und gezielt kritische Komponenten treffen sollen. In einem Interview mit Zona Militar betonte Erez Riahi, CEO von Esh-Tech Systems, dass es beim Grundkonzept um eine möglichst schnelle, endgültige Ausschaltung der Bedrohung geht. „…Unsere Idee ist, die Drohne vollständig zu zerstören und sie nicht nur zu stören oder abzulenken. Was wir machen, ist wie eine Kanone, aber auf Laserbasis…“, sagte er.
Nach den technischen Angaben von Esh-Tech auf der Eurosatory 2026 dauert jeder Puls rund 10 Millisekunden und wirkt dabei ähnlich wie ein hochpräzises Projektil. „…Jeder Puls wirkt wie eine Kugel…“, erklärte der CEO des Unternehmens. Er ergänzte, die entwickelte Technologie könne mehrere Millimeter an Materialien wie Kunststoff oder Aluminium durchdringen, um empfindliche Innenkomponenten zu erreichen. „…Wir wissen, wie man einige Millimeter Kunststoff oder sogar Aluminium durchdringt und zu den elektronischen Systemen, Sensoren oder Kameras gelangt. Dort entsteht der Effekt…“, so Riahi.
Aus dieser Einsatzphilosophie ergibt sich ein deutlicher Unterschied zu klassischen kontinuierlichen Wellenlasern, die häufig mehrere Sekunden auf derselben Stelle verweilen müssen, um genügend Erwärmung und damit strukturelle Schäden zu erzeugen. DroneLight kann eine Drohne in etwa ein bis zwei Sekunden neutralisieren, während herkömmliche Lösungen für vergleichbare Ergebnisse teils mehr als zehn Sekunden benötigen. Der CEO von Esh-Tech hob dazu hervor: „…Normalerweise brauchen wir zwischen fünf und zehn Treffer, um eine Drohne zu neutralisieren, daher können wir das in ein oder zwei Sekunden…“.
Präzise Punktverteidigung und schnelle Reaktion
Esh-Tech zufolge erreicht das System eine Reichweite von bis zu 1 km, bietet kontinuierliches 360°‑Tracking und eine Drehgeschwindigkeit von bis zu 120° pro Sekunde. Ergänzend ist eine koaxial ausgerichtete optische und Laser‑Apertur von 300 Millimeter integriert, um bei Zielerfassung und -verfolgung ein hohes Präzisionsniveau zu halten.
Im Gespräch mit Zona Militar unterstrich Riahi zudem die Fähigkeit von DroneLight, bis zu dreißig Drohnen pro Minute zu bekämpfen – ein Merkmal, das vor allem angesichts zunehmend koordinierter Angriffe mit unbemannten Systemen relevant ist. In diesem Zusammenhang betonte er: „…weil wir eine Drohne sehr schnell zerstören können, können wir auch Schwarmangriffe bekämpfen…“.
Ein weiterer von Esh-Tech herausgestellter Punkt ist der vergleichsweise geringe Energiebedarf im Betrieb. Während einige konventionelle beziehungsweise ältere Lasersysteme mehr als 20 kW Leistung benötigen, liegt der Bedarf bei DroneLight bei ungefähr 4 kW. Das senkt die logistischen Anforderungen deutlich und erleichtert die Integration auf mobilen Plattformen. „…Unsere Eingangsleistung beträgt nur 4 Kilowatt. Wir können das System direkt auf einem taktischen Fahrzeug oder einem Jeep installieren…“, erläuterte der CEO von Esh-Tech auf der Eurosatory 2026.
Plattformintegration und Sensor-Anbindung
Durch den niedrigen Leistungsbedarf kann DroneLight laut Hersteller auf unterschiedlichsten land- und seegestützten Trägern genutzt werden, um eingesetzte Kräfte zu begleiten und eine Nahbereichsabwehr gegen Kurzstreckenbedrohungen bereitzustellen. Esh-Tech zufolge kann das System mit verschiedenen Sensoren sowie Führungs- und Kontrollarchitekturen zusammenarbeiten und sich mit Radaren oder anderen Detektionsmitteln integrieren – entweder vom Kunden gestellt oder von Drittanbietern geliefert. Ziel des Ansatzes ist eine mobile Fähigkeit, die Truppen dorthin begleiten kann, wo die Drohnenbedrohung besteht, ohne zwingend auf feste Standorte oder umfangreiche Unterstützungsinfrastruktur angewiesen zu sein.
Als Beispiel wurde auf der Eurosatory 2026 eine Unterstützungsvariante des Gefechtsfahrzeugs ACSV des deutschen Unternehmens FFG gezeigt, die für die Drohnenabwehr konfiguriert ist. Dafür nutzt sie ein C‑UAS‑Modul, das den DroneLight von Esh-Tech sowie mehrere Sensoren zur Detektion umfasst.
Lösung auf kurze Distanz für die UAS-Herausforderung
Im Interview mit Zona Militar verwies Esh-Tech darauf, dass jüngste Konflikte deutlich gemacht hätten, welchen Einfluss Drohnen auf moderne Militäroperationen haben – besonders dort, wo diese Plattformen in großer Zahl für Aufklärung, Angriff oder Feuerkorrektur eingesetzt werden. „…Drohnen sind heute eine der größten Herausforderungen für Landstreitkräfte. Wir sehen das in der Ukraine…“, sagte Riahi und bezog sich damit auf die in den vergangenen Jahren gewonnenen Erkenntnisse aus dem Einsatzumfeld.
Derzeit bewirbt das Unternehmen DroneLight in Märkten Europas, Lateinamerikas, der Vereinigten Staaten und der Asien‑Pazifik‑Region. Dabei setzt Esh-Tech auf eine Technologie, die Präzision, sehr kurze Reaktionszeiten und geringe Energieanforderungen verbinden soll. „…Wir wissen, wie man Drohnen in ein oder zwei Sekunden effektiv neutralisiert…“, so Esh-Tech – und verweist damit auf eine Fähigkeit, die man im wachsenden Segment laserbasierter C‑UAS‑Lösungen als wesentliches Unterscheidungsmerkmal betrachtet.
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