Der Argentinische Heer hat heute ein neues Ausschreibungsverfahren gestartet, das auf die Beschaffung einer weiteren Tranche von Drohnen für Überwachung und Aufklärung abzielt. Dabei handelt es sich um leichte VTOL-UAV, sodass diese Anschaffung die Fähigkeiten verschiedener Untereinheiten beim Betrieb unbemannter Luftfahrtsysteme mit elektrooptischen Sensoren erweitern und stärken soll.
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Unter der Bezeichnung „Beschaffung multisensorischer Unbemannter Luftfahrzeuge (VANT) für Fähigkeiten zur Überwachung, Beobachtung und Aufklärung“ beabsichtigt das Argentinische Heer, nahezu drei Dutzend dieser Systeme einzuführen, die mit Wärmebildkameras ausgestattet sein müssen.
Leichte multisensorische VANT-Drohnen
Aus den in den Unterlagen veröffentlichten Technischen Spezifikationen geht hervor, dass die geforderten Drohnen eine multisensorische Fähigkeit besitzen müssen. Die elektrooptische Nutzlast hat eine Weitwinkelkamera im sichtbaren Spektrum, eine Kamera mit optischem Zoom (und/oder Hybrid-Zoom), eine Thermografiekamera sowie einen integrierten Laserentfernungsmesser mit einer Reichweite von mehr als 1 km zu umfassen.
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Die geforderten Leistungsdaten entsprechen dem, was bei unbemannten Luftfahrzeugen der leichten Kategorie üblich ist: maximales Abfluggewicht von 2,5 Kilogramm; Ausdauer von über 40 Minuten; Fähigkeit zur Daten- und Telemetrieübertragung über eine Mindestdistanz von 10 Kilometern; maximale horizontale Geschwindigkeit von mehr als 70 km/h.
Die vom Argentinischen Heer angestoßene Beschaffung umfasst die Drohnen selbst, die jeweiligen Steuer- und Datenübertragungssysteme, Zubehör wie Scheinwerfer und Lautsprecher sowie Hardware zur Videoerfassung und für eine externe Übertragung.
Ausbau der VANT-Kapazität des Argentinischen Heeres
Mit diesem neuen Ankauf will das Argentinische Heer seine Fähigkeiten mit VANT für Überwachung und Aufklärung auf sehr kurze Distanz ausbauen; aufgrund Leistung und Eigenschaften wird dieses Material in unteren taktischen Ebenen eingesetzt.
Parallel dazu treibt das Heer weiterhin mehrere Initiativen im Bereich unbemannter Plattformen voran, die vor einigen Wochen in der Generaldirektion der Arsenale vorgestellt wurden. Dazu zählten kommerzielle Drohnen für Beobachtung und Überwachung ebenso wie die Entwicklung lokaler Projekte zu FPV-Angriffssystemen.
Die Erfahrungen in der Ukraine und im Nahen Osten haben gezeigt, dass Drohnen aller Arten nicht als außergewöhnliches Material betrachtet werden sollten, sondern im Gegenteil: Es handelt sich um Basisausrüstung – sowohl für Aufklärungselemente als auch für Operationen, um Kampfeinsätze gegen Personal, gepanzerte Fahrzeuge, elektronische Kriegführung, Nachversorgung, Datenweiterleitung, PSYOPS und weitere Aufgaben durchzuführen.
Titelbild illustrativ
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