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Drohne mit Sprengstoff verfehlt Antonov An-124 Ruslan in Leipzig nur knapp

Sicherheitskraft in Schutzkleidung überprüft Drohne auf Flugfeld mit großem Frachtflugzeug im Hintergrund.

Drohnenalarm am Flughafen Leipzig: Antonov An-124 Ruslan im Fokus

Eine ukrainische Antonov An-124 Ruslan entging nur knapp einem Drohnenvorfall, der sich im Nachhinein als gescheiterter Terrorangriffsversuch herausstellte.

Die von Antonov Airlines betriebene Maschine – die Fluggesellschaft ist eine Tochter der ukrainischen Herstellerfirma Antonov – stand am Flughafen Leipzig im deutschen Bundesland Sachsen abgestellt. Gegen 23:40 Uhr am Dienstag, dem 4. August 2026, wurde eine Drohne gesichtet, die sich dem Flughafen näherte. Mehrere Flugzeuge, die sich bereits im Anflugverfahren befanden, wurden daraufhin zu Flughäfen in anderen Städten umgeleitet.

Sprengsatz an der Drohne: Fund, EOD-Einsatz und Wiederaufnahme des Betriebs

Kurz darauf entdeckte man die Drohne gelandet auf dem Vorfeld. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass sie mit Sprengstoff bestückt war. Daraufhin wurde der Kampfmittelbeseitigungsdienst (EOD) der sächsischen Polizei alarmiert, der den Bereich absperrte und den Sprengsatz mithilfe eines Roboters unschädlich machte. Nachdem das explosive Material deaktiviert worden war, lief der Betrieb in Leipzig ab 01:55 Uhr in der Nacht zu Mittwoch wieder an.

Ersten Berichten zufolge befanden sich 800 Gramm Sprengstoff in der Drohne. Dieser bestand aus PETN (Pentaerythrittetranitrat) und Nitroamin, in einer Mischung, die dem Sprengstofftyp der als Semtex bekannten Bombe sehr nahegekommen sein soll. Derselbe Explosivstoff wurde auch eingesetzt, um die Boeing 747-100 auf dem Pan-Am-Flug 103 zum Absturz zu bringen – ein Fall, der weltweit als „Lockerbie-Attentat“ bekannt wurde und inzwischen als viel beachtete BBC-Serie auf Netflix verfügbar ist.

Zweiter Zwischenfall, politische Reaktionen und offene Täterschaftsfrage

Während die Drohne mit Sprengstoff in der Nähe der Antonov abgesichert wurde, kam es am selben Flughafen Leipzig zu einem weiteren Vorfall: Ein DHL-Boeing kollidierte während des Durchstartens (Go-around) mit einem nicht identifizierten Objekt, möglicherweise ebenfalls einer Drohne.

Burkhard Jung, Oberbürgermeister von Leipzig, erklärte dazu: „die situation de ameaça na Alemanha atingiu um novo nível. Um drone com explosivos é claramente uma constatação de que a nossa segurança está em risco. Por sorte, ninguém ficou ferido no incidente no Aeroporto de Leipzig, mas não podemos contar com a sorte. Nossa infraestrutura tem sido um alvo já há algum tempo, e devemos nos proteger melhor. A segurança dos nossos meios de transporte é vital. O governo federal e estadual deve levar isso muito mais a sério, incluindo mais investimentos“.

Wer hinter dem mutmasslichen Terrorangriffsversuch steckt, ist weiterhin unklar. Da Leipzig jedoch seit der zweiten russischen Invasion in die Ukraine im Jahr 2022 als neuer Standort von Antonov Airlines gilt, liegt die Vermutung nahe, dass die Drohne von einer Organisation mit Bezug zu Moskau gestartet wurde. Russland zerstörte zuvor während des Versuchs, den Flughafen Hostomel in Kyjiw einzunehmen, das grösste Flugzeug der Welt, die An-225, und schoss seit 2014 zudem zwei weitere zivile Verkehrsflugzeuge ab, was zum Tod von 336 Zivilisten führte:

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