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Mehrere Drohnenangriffe treffen Öl-Infrastruktur im Süden Russlands: Brand in Ilsky, 376 Drohnen zerstört

Industrieanlage mit Flammen und schwarzem Rauch, zwei Personen fotografieren das Feuer mit Drohnen im Himmel.

Mehrere Drohnenangriffe haben am Freitag Erdöl-Infrastrukturen im Süden Russlands getroffen und in der Region Krasnodar einen Brand in einer Raffinerie ausgelöst, teilten russische Stellen mit. Gleichzeitig erklärten die Behörden, in der Nacht seien 376 ukrainische Drohnen abgeschossen worden.

Drohnenangriffe auf Öl-Infrastruktur in Krasnodar und Rostow

„Infolge des Herabfallens von Drohnentrümmern brach in der Raffinerie von Ilsky ein Feuer aus“, meldete das operative Kommando der Region Krasnodar auf Telegram. Demnach gab es keine Opfer.

Auch der Gouverneur der ebenfalls im Süden Russlands gelegenen Region Rostow, Iuri Slioussar, berichtete, dass nach Angriffen zwei Anlagen zur Lagerung von Kohlenwasserstoffen in Azow in Brand geraten seien.

Die erneuten Angriffe auf Erdöl-Infrastruktur erfolgen zu einer Zeit, in der das Land mit Problemen bei der Kraftstoffversorgung konfrontiert ist; besonders gravierend seien diese in der benachbarten Halbinsel Krim.

Angaben des russischen Verteidigungsministeriums: 376 Drohnen

Nach Darstellung des russischen Verteidigungsministeriums auf dem Messengerdienst Max zerstörten russische Kräfte zwischen 20 Uhr am Donnerstag (18 Uhr, Portugal-Festland) und 7 Uhr am Freitag (5 Uhr, Portugal-Festland) insgesamt 376 ukrainische Drohnen.

Kriegslage und humanitäre Bilanz in der Ukraine

Russland setzt seine nahezu täglichen Angriffe auf die Ukraine fort, mehr als vier Jahre nach Beginn des Krieges – dem schwersten Konflikt in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg –, ohne dass bislang eine diplomatische Lösung in Sicht ist.

Vorläufige UN-Daten zeigten, dass der Juni für die ukrainische Zivilbevölkerung der gewaltsamste Monat seit Kriegsbeginn war: Mindestens 265 Menschen wurden getötet und 1.816 verletzt.

Seit Beginn der großangelegten Invasion der Ukraine durch die Russische Föderation im Februar 2022 hat das Hochkommissariat der Vereinten Nationen für Menschenrechte nach eigenen Angaben mindestens 16.402 getötete Zivilisten in der Ukraine verifiziert, darunter 802 Kinder. Zudem wurden 48.428 Zivilisten verletzt, darunter 2948 Kinder.

UNO-Diplomatie und ukrainische Angriffe in Russland

Die Ukraine wiederum hat ihre Offensiven auf russischem Gebiet verstärkt, häufig weit entfernt von der Grenze. Dabei werden vor allem Transportinfrastruktur sowie Lager- und Umschlagpunkte für Kohlenwasserstoffe ins Visier genommen, um Moskaus Fähigkeit zu schwächen, den Krieg zu finanzieren.

In den vergangenen Monaten trat auch der UN-Sicherheitsrat immer wieder zusammen, um die Entwicklungen in der Ukraine oder die Nebenfolgen des Krieges zu erörtern; allein im Juni fanden vier Sitzungen statt.

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