Der Ausbau des SIRESP soll mit einem Investitionsvolumen von rund 36 Millionen Euro umgesetzt werden, damit das Netz über mehr Energieautonomie und zusätzliche Redundanzen verfügt, erklärte eine Quelle aus dem Sektor – zu dem Zeitpunkt, an dem die Vorschläge der Studie zur Weiterentwicklung des Systems vorgestellt werden.
Investition, Zielbild und Umsetzungsfrist für das SIRESP
Die von der Regierung vor etwa einem Jahr eingesetzte Arbeitsgruppe, die eine Alternative zum Sistema Integrado de Redes de Emergência e Segurança de Portugal (SIRESP) erarbeiten sollte, legt an diesem Dienstag im Innenministerium (MAI) die Vorschläge des technisch-strategischen Gutachtens zur Weiterentwicklung des SIRESP vor.
Nach Angaben derselben Quelle beläuft sich der geplante Mitteleinsatz auf etwa 36 Millionen Euro; für die Umsetzung ist eine Frist von 18 Monaten vorgesehen.
Ziel der Investition sei es, „die bestehenden Fähigkeiten zu konsolidieren, aber auch neue Fähigkeiten einzuführen, die Robustheit und Resilienz stärken“, ergänzte die Quelle.
33 Empfehlungen zur Stärkung von Energieautonomie und Redundanzen im SIRESP
Wie die Quelle der Nachrichtenagentur Lusa sagte, hat das interministerielle Arbeitsteam der Regierung insgesamt 33 Empfehlungen übermittelt, die darauf abzielen, das Netz durch mehr Energieautonomie und zusätzliche Redundanzen zu verstärken.
Die Arbeitsgruppe wurde eingesetzt, nachdem das SIRESP beim Blackout im April des vergangenen Jahres versagt hatte; seit Februar liegen der Regierung die Schlussfolgerungen der Studie vor.
Damals hielt die Regierung ein neues System für erforderlich, das „robuster, zuverlässiger, resilienter und interoperabel“ ist – unter Verweis auf „strukturelle und operative Einschränkungen in Szenarien mit hoher operativer Beanspruchung“.
PTRR-Reform, bekannte Ausfälle und Präsentation der Vorschläge im MAI
Im Programm „Portugal Transformation, Recovery and Resilience“ (PTRR) ist eine Reform des SIRESP vorgesehen. Sie soll das Netz modernisieren, die Redundanz der Kommunikation stärken, die territoriale Abdeckung verbessern und das System mit anderen Notfall- und Katastrophenschutzsystemen integrieren.
Ebenfalls im Rahmen des PTRR ist geplant, alle lokalen Gemeinderäte mit einem SIRESP-Telefon auszustatten.
In einem aktuellen Interview erklärte der Innenminister, dass die Änderungen am SIRESP-Netz im Sommer bereits „teilweise“ sichtbar sein werden. Dann solle es mehr Ausrüstung, mehr Relaisstationen und eigene Kommunikationskanäle geben.
Seit seiner Einführung war das SIRESP-Kommunikationsnetz mehrfach Gegenstand von Kontroversen. Die größten Anpassungen erfolgten nach den Ausfällen während der Waldbrandbekämpfung 2017; dennoch zeigte das System erneut Einschränkungen beim Blackout 2025 sowie beim Sturm Kristin, der die Zentralregion Ende Januar traf.
Das SIRESP ist das exklusive Kommunikationsnetz des portugiesischen Staates für Führung, Kontrolle und Koordination der Kommunikation in sämtlichen Notfall- und Sicherheitslagen. Es deckt die Bedürfnisse von mehr als 40.000 Nutzern ab und verarbeitet pro Jahr mehr als 35 Millionen Anrufe.
Die Vorschläge der Studie werden vom Innenminister Luís Neves und vom Koordinator des technischen und multisektoralen Arbeitsteams zur Ablösung des SIRESP präsentiert.
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