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EU prüft niedrigere Importzölle für E-Autos „Made in China“

Weißes Elektroauto in modernem Showroom vor großer Fensterfront mit Stadtsilhouette im Hintergrund.

Die Europäische Union (EU) zieht in Betracht, die Importzölle auf Elektroautos „Made in China“ noch einmal nach unten zu korrigieren. Ausschlaggebend sind neue Angaben, die die Hersteller im Rahmen des Verfahrens vorgelegt haben.

Die von der EU angeforderten Informationen sind bislang nicht öffentlich bekannt. Sie sollen den europäischen Behörden jedoch ein klareres Bild davon geben, wie diese Hersteller im chinesischen Markt operieren.

Tesla und bereits angepasste EU-Importzölle

Bereits Ende des vergangenen Monats hatte die EU neue Zollsätze bekanntgegeben. Besonders deutlich profitierte dabei Tesla: Der Satz wurde von 20,8% auf 9% reduziert.

Nach dem aktuellen Stand könnte dieser Wert noch weiter sinken – und das nicht nur bei Tesla, sondern auch bei mehreren anderen Marken.

Weitere Hersteller, die profitieren könnten

Auch Geely, die zuvor schon um 0,6 Prozentpunkte entlastet worden war, könnte eine weitere Senkung sehen: auf 18,8% (statt derzeit 19,3%). Insgesamt liegen die Zollsätze für die grosse Mehrheit der betroffenen Hersteller nun niedriger.

Ausgenommen sind die Gruppen/Hersteller, die mit der Untersuchung der EU-Kommission kooperiert haben, sowie BYD – diese dürften ihren Satz unverändert behalten. Die neuen Sätze könnten sich wie folgt darstellen:

  • BYD: soll bei 17,0% bleiben;
  • Geely: 19,3% könnte auf 18,8% sinken;
  • SAIC: 36,3% könnte auf 35,3% sinken;
  • Unternehmen, die kooperiert haben: sollen bei 21,3% bleiben;
  • Unternehmen, die nicht kooperiert haben: 36,3% könnte auf 35,3% sinken.

Warum die EU die Zölle erneut prüfen könnte

Als die Zölle zuletzt – am 20. August – aktualisiert wurden, erhielten die betroffenen Hersteller eine Frist von 10 Tagen, um Anhörungen zu beantragen und Stellungnahmen zur Überprüfung der Importzölle abzugeben. Auf diese Eingaben reagiert die EU nun mit der Möglichkeit einer weiteren Anpassung.

Zeitplan und Abstimmung in der EU

Bis zum 30. Oktober, wenn die Ergebnisse der Untersuchung zu Subventionen für in China produzierte Elektroautos veröffentlicht werden sollen, gelten die überarbeiteten Zollsätze nicht sofort. Bis dahin bleiben die vorläufigen Importzölle in Kraft.

Damit die Importzölle auf in China produzierte Elektroautos für die nächsten fünf Jahre gelten, braucht es bei der Schlussabstimmung eine qualifizierte Mehrheit von 15 Mitgliedstaaten, die 65% der EU-Bevölkerung repräsentieren. Einige Länder – darunter Deutschland und Ungarn – haben bereits Widerstand gegen die neuen Zölle signalisiert.

Quelle: Bloomberg und Reuters

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