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Xiaomi SU7: Umgedrehte Batterien von CATL gegen thermal runaway

Türkisfarbener Sportwagen auf einer Messe mit technischer Fahrzeuggrafik im Hintergrund

Umgedrehte Batteriezellen im Xiaomi SU7

Xiaomi verbaut die Batteriezellen so, wie es bislang kaum ein Hersteller gemacht hat – im wörtlichen Sinn umgekehrt. In der elektrischen Limousine Xiaomi SU7 sind die Zellanschlüsse nach unten ausgerichtet, statt wie in der Branche üblich nach oben.

Sicherheitskonzept gegen thermal runaway

Hinter dieser Entscheidung steckt ein gezielter Ansatz, um die Sicherheit zu erhöhen und das Brandrisiko bei einem thermal runaway (thermisches Durchgehen) zu senken – also dem Prozess, bei dem ein unkontrollierter Temperaturanstieg letztlich zum Brand dieses Bauteils führen kann.

Der Vorteil dieser Anordnung: Zeigen die Kontakte nach unten, werden austretende Hitze oder Flammen im Ernstfall vom Innenraum weg abgeleitet. Das steht im Gegensatz zur traditionellen Logik, bei der die Terminals oben sitzen und der Fahrgastraum bei einem Brand eher hohen Temperaturen ausgesetzt werden kann.

Neue Herausforderungen: Elektrolyt und Schwerkraft

Die Kehrseite dieser Lösung ist, dass dadurch neue technische Fragen entstehen. Eine davon betrifft das Verhalten des Elektrolyten: Wenn die Zelle „auf dem Kopf“ montiert ist, reagiert die Flüssigkeit im Inneren unter dem Einfluss der Schwerkraft anders.

CATL: spezieller Elektrolyt und „cell-to-body“-Struktur

Um das zu lösen, hat CATL – der Batterielieferant von Xiaomi – eine spezielle Elektrolytformel entwickelt, die auf diese neue Einbaulage abgestimmt ist. Zusätzlich wurde der Aufbau überarbeitet: Die Struktur ist als „cell-to-body“ ausgeführt und damit direkt in die Fahrzeugstruktur integriert.

Gerade das Zusammenspiel aus invertierten Zellen, fortschrittlicher thermischer Isolierung und struktureller Integration ermöglicht es dem SU7, die Proportionen eines klassischen Autos beizubehalten – ohne die seitlich voluminöse Anmutung, die bei vielen Elektroautos typisch ist.

Xiaomi SU7 in Portugal

Für den portugiesischen Markt gilt: Der Xiaomi SU7 dürfte voraussichtlich erst nach 2027 auf Portugals Strassen auftauchen. Portugal zählt nicht zu den priorisierten Märkten der chinesischen Marke, die vor allem durch ihre Smartphones und weitere Elektronikgeräte bekannt ist.

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