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Russland: 519 ukrainische Drohnen über 20 Regionen und der Krim abgeschossen – Raffinerie 250 Kilometer von Moskau getroffen

Zwei Soldaten beobachten am Tisch mit Monitoren und Karten eine brennende Anlage und eine Landkarte im Freien.

Russische Angaben zu den nächtlichen Drohnenangriffen

Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums hat Russland in der Nacht zum Montag 519 ukrainische Drohnen über rund 20 Regionen Russlands sowie über der annektierten Krim abgefangen und abgeschossen. Das Ministerium teilte zudem mit, dass eine Raffinerie in 250 Kilometern Entfernung von Moskau getroffen worden sei.

Parallel russische Luftangriffe in der Region Kiew

Zeitgleich zu diesen Drohnenangriffen meldeten die Behörden mehrere russische Luftangriffe auf die Ukraine. In der Region Kiew kamen dabei mindestens 10 Menschen ums Leben. Journalistinnen und Journalisten der Nachrichtenagentur Agence France-Presse (AFP) berichteten von Dutzenden Explosionen.

Treffer auf Raffinerie in Jaroslawl und Folgen für Sewastopol

Beim nächtlichen Angriff traf die Ukraine nach diesen Angaben eine Raffinerie in der russischen Region Jaroslawl, etwa 250 Kilometer nordöstlich von Moskau. Dies führte dazu, dass die Stromversorgung der Hafenstadt Sewastopol unterbrochen wurde, dem Sitz der russischen Schwarzmeerflotte.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Ukraine diese Anlage angreift, die zu den größten Raffinerien ihrer Art in Russland zählt.

Bereits im Mai war die Raffinerie durch herabfallende Drohnenfragmente beschädigt worden.

Weitere Abschüsse in Jaroslawl, Moskau, Leningrad und auf der Krim

In der Region Jaroslawl wurden nach Angaben des Regionalgouverneurs Michail Jewrajew bei einem „massiven“ Angriff ukrainischer Drohnen zwei Menschen verletzt; mehr als 70 Drohnen seien dort abgeschossen worden, schrieb er auf Telegram.

Auch die Region Moskau war Ziel ukrainischer Drohnen: Laut örtlichen Behörden wurden 11 Drohnen, die auf die russische Hauptstadt zusteuerten, zerstört. In der Region Leningrad (Nordwesten) seien 56 Drohnen abgeschossen worden.

Ukrainische Drohnen wurden außerdem über der Krim abgefangen, die Russland 2014 annektiert hat.

Für Sewastopol an der Schwarzmeerküste erklärte Michail Raswoschajew, der von Moskau eingesetzte Gouverneur, die Stadt sei ohne Strom, nachdem die Ukraine Energieinfrastruktur in der Nähe der Stadt angegriffen habe.

Hintergrund: Krieg seit Februar 2022 und festgefahrene Gespräche

Russland greift die Ukraine nach Beginn der groß angelegten Offensive im Februar 2022 nach eigenen Angaben täglich an.

Im Gegenzug setzt auch das ukrainische Militär regelmäßig Drohnen gegen Ziele in Russland ein und richtet sich dabei vor allem gegen Energieinfrastruktur, über die Moskau seinen Krieg finanziert.

Die von den Vereinigten Staaten vermittelten Verhandlungen zur Beendigung des Konflikts liegen derzeit auf Eis.

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