IONITY, das europäische Netz für ultraschnelles Laden, hat angekündigt, noch in diesem Jahr mit der Installation von Ladesäulen zu beginnen, die eine Leistung von bis zu 600 kW bereitstellen können. Bislang liegen die angebotenen Spitzenwerte bei bis zu 400 kW.
600 kW bei IONITY: Tempo und Reichweite
Die neuen Systeme sollen bei Fahrzeugen, die diese Ladeleistungen unterstützen, bis zu 300 km Reichweite in weniger als acht Minuten nachladen können. Das ist ein deutlicher Schritt nach vorn im Vergleich zur aktuellen Generation, die dafür je nach Situation zwischen 10 Minuten und 15 Minuten benötigt.
HYC1000 von Alpitronic: Technik und Aufbau
Um den Sprung auf 600 kW zu ermöglichen, setzt IONITY auf die neuen Alpitronic-Lader vom Typ HYC1000. Diese wurden im Februar dieses Jahres erstmals öffentlich vorgestellt und als „die nächste Generation der ultraschnellen Ladetechnologie“ eingeordnet.
Technisch basiert der HYC1000 auf einem zentralen Energieverteilungssystem (Power Cabinet). Dieses kann bis zu vier Dispenser versorgen; jeder Dispenser verfügt über zwei Ladepunkte. Damit lassen sich in Summe bis zu acht Fahrzeuge gleichzeitig laden.
„Durch die Integration der HYC1000-Lader in unser Netz ermöglichen wir unseren Kunden den Zugang zu einer der derzeit schnellsten und modernsten Ladetechnologien.“
- Jeroen van Tilburg, CEO von IONITY
Trotz dieser spürbaren Weiterentwicklung wurde zuletzt in China von BYD ebenfalls ein Ladegerät präsentiert, das eine Leistung von 1000 kW für eine neue Generation von Elektrofahrzeugen bereitstellen soll, die diese Ladeleistung unterstützt.
Wann werden sie verfügbar sein?
IONITY hat die HYC1000 im vergangenen Mai in einem technischen Zentrum in der Nähe von München mit Tests begonnen. Die Installation der ersten Ladegeräte soll in der zweiten Hälfte von 2025 anlaufen, auch wenn bisher kein konkreter Standort genannt wurde.
Ausbauplan von IONITY bis 2030
Die Einführung der neuen 600-kW-Ultraschnelllader ist Teil eines neuen Expansionsplans für das IONITY-Netz. Bis 2030 will das Unternehmen die Gesamtzahl der Stationen auf mehr als 1300 erhöhen - aktuell sind es rund 750. Parallel dazu soll die Zahl der Ladepunkte europaweit nahezu verdreifacht werden: von 5000 auf 13 000.
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