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ERSE schlägt deutliche Senkung der EGME-Tarife für 2026 vor

Futuristisches Elektroauto in blaugrün im Showroom neben Ladestation, große Fenster und Palmen im Hintergrund.

Die Entidade Reguladora dos Serviços Energéticos (ERSE) hat für 2026 eine deutliche Senkung der Tarife der Entidade Gestora da Rede de Mobilidade Elétrica (EGME) vorgeschlagen. Vereinfacht gesagt könnte das das Laden von Elektrofahrzeugen im öffentlichen Netz für Nutzerinnen und Nutzer günstiger machen.

ERSE-Vorschlag: EGME-Tarife 2026 deutlich niedriger

Nach Angaben der ERSE sollen die Tarife, die für die Comercializadores de Eletricidade para a Mobilidade Elétrica (CEME) und die Operadores de Ponto de Carregamento (OPC) gelten, um rund 31,9% sinken.

Für die Detentores de Pontos de Carregamento (DPC) wird ebenfalls eine Reduktion erwartet: Die Tarife sollen gegenüber 2025 um 31,5% zurückgehen. Da diese Tarife in die Gesamtkosten eines Ladevorgangs einfliessen, wirken sie sich unmittelbar auf den Endpreis aus, den Fahrerinnen und Fahrer bezahlen.

Was das für den Preis pro 100 km bedeuten kann

Laut ERSE könnte die vorgeschlagene Senkung einer Ersparnis von etwa 0,13 Euro je 100 km entsprechen. Als Grundlage wird dabei ein Ladevorgang von 11,5 kWh angenommen.

„Es wird erwartet, dass die EGME-Tarife, die für CEME und OPC für die Durchführung von Ladevorgängen im Netz der Elektromobilität gelten, im Jahr 2025 einen Anteil zwischen 3% und 4% am Endpreis ausmachen, den Nutzerinnen und Nutzer von Elektrofahrzeugen bezahlen“, heisst es in der Mitteilung.

Der Conselho Tarifário hat bis zum 30. November Zeit, eine Stellungnahme zum Vorschlag abzugeben. Die endgültige Entscheidung liegt bei der ERSE und soll bis zum 15. Dezember fallen.

Ende des zentralisierten Modells

Das Decreto-Lei n.º 93/2025 vom 14. August führt in Portugal ein neues rechtliches Rahmenwerk für die Elektromobilität ein. Damit endet die zentralisierte Verwaltung des Netzes der Elektromobilität; der Markt wird für liberalere und wettbewerbsorientiertere Modelle geöffnet.

Für die Übergangsphase - festgelegt bis zum 31. Dezember 2026 und mit dem Ziel, Unterbrechungen des Dienstes zu vermeiden - bleibt jedoch die EGME weiterhin für die Verwaltung des zentralisierten Netzes zuständig.

In diesem Zeitraum ist die Zahlung der Tarife für Ladepunkte, die noch in die Plattform Mobi.E integriert sind, verpflichtend.

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