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Storm Fighter: RAF und BAE Systems starten 2027 Brontanax-Testflüge

Piloten mit Fluganzug steht vor modernem Kampfjet auf Startbahn, daneben Laptop und Drohne auf Tisch.
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Das von der Royal Air Force (RAF) gemeinsam mit BAE Systems vorangetriebene Storm-Fighter-Programm soll 2027 die Erprobungsflüge der neuen kooperativen Kampfdrohne Brontanax aufnehmen. Das System ist Teil des Aufbaus künftiger britischer Luftkampffähigkeiten und darauf ausgelegt, Seite an Seite mit bemannten Plattformen wie Eurofighter Typhoon und F-35 zu operieren – und später auch mit dem zukünftigen Kampfflugzeug Tempest. Ziel ist es, die Kampfkraft zu vergrößern und gleichzeitig das Risiko für Pilotinnen und Piloten zu senken.

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Brontanax: Großbritanniens erste autonome Collaborative Combat Aircraft (CCA)

BAE Systems stellte Brontanax auf der Farnborough International Airshow als erstes im Vereinigten Königreich entwickeltes, autonomes und unbemanntes Collaborative Combat Aircraft (CCA) vor. Konzipiert und gebaut wurde das Luftfahrzeug am Standort Warton in Lancashire. An der Umsetzung waren dort mehr als 500 Beschäftigte beteiligt – unterstützt von über 75 großen Unternehmen sowie kleinen und mittleren britischen Firmen aus der Luft- und Raumfahrtbranche.

Fähigkeiten des Brontanax-Systems (CCA)

Brontanax soll sowohl elektronische Kampfführung als auch Präzisionsangriffe gegen Ziele am Boden und in der Luft ermöglichen. In seiner Größe orientiert sich das System am Hawk-Trainer von BAE Systems. Gesteuert werden kann es entweder durch den Piloten eines Eurofighter Typhoon oder durch einen Missionskommandeur von einem entfernten Standort aus. Dank offener Architektur und modularem Aufbau lässt sich das System schrittweise um neue Funktionen ergänzen, sobald sich Bedrohungen weiterentwickeln.

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Das Storm-Fighter-Programm soll bemannte und unbemannte Luftfahrzeuge zusammenführen

Das britische Verteidigungsministerium bestätigte kürzlich, dass das CCA-Vorhaben künftig unter dem Namen Storm Fighter läuft. Für die Initiative sind staatliche Investitionen in Höhe von 300 Millionen Pfund Sterling vorgesehen. Das Programm ist Bestandteil des Defence Investment Plan (DIP), der in den kommenden vier Jahren Ausgaben von 298.000 Millionen Pfund vorsieht – einschließlich eigener Budgetlinien zur Stärkung der Luft- und Raumfahrtmacht sowie zur Entwicklung fortschrittlicher unbemannter Systeme.

Einordnung durch Regierung und RAF

Wie der britische Staatsminister für Verteidigungsbereitschaft und Industrie, Luke Pollard, erläuterte, soll Storm Fighter eine neue Generation autonomer Luftfahrzeuge hervorbringen, die Eurofighter Typhoon, F-35 und den künftigen Tempest begleiten. „Heute freue ich mich, bekannt geben zu können, dass unser neues autonomes CCA-Programm Storm Fighter heißen wird. Storm Fighter wird die Royal Air Force (RAF) zur ersten Luftwaffe der sechsten Generation in Europa machen“, sagte Pollard auf der Global Air and Space Chiefs’ Conference.

Auch der britische Verteidigungsminister Wes Streeting unterstrich die Bedeutung des Vorhabens für die heimische Industrie: „Wir investieren 300 Millionen Pfund in unser Storm-Fighter-Programm, um hier im Vereinigten Königreich ein autonomes Kampfflugzeug zu entwickeln. Diese Vorstellung zeigt die industrielle Leistungsfähigkeit, die wir haben, um unsere Ambition zu erfüllen, die erste Luftwaffe der sechsten Generation in Europa zu werden“, erklärte er.

Zeitplan: Bodentests in Warton und Erstflug 2027

Der Chef des Luftwaffenstabs der RAF, Air Marshal Sir Harv Smyth, erklärte, der Dienst rechne damit, dass der Prototyp 2027 zu seinem Erstflug abhebt. Gleichzeitig werde das Programm dabei helfen, fortschrittliche Technologien schneller in den Einsatz zu bringen. Simon Barnes, Geschäftsführer des Bereichs Air bei BAE Systems, betonte zudem, Brontanax werde die operative Reichweite bemannter Flugzeuge erweitern, die verfügbare Kampfmassenwirkung erhöhen und dazu beitragen, Piloten aus den risikoreichsten Zonen herauszuhalten.

Vor Beginn der Flugerprobung wird Brontanax zunächst am Standort Warton einer Bodentestkampagne unterzogen. Storm Fighter sieht vor, dass diese kooperative Kampfdrohne noch vor Ende des Jahrzehnts in Dienst gestellt wird und zu einem zentralen Baustein der künftigen britischen Luftkampfstruktur wird – basierend auf dem Zusammenspiel bemannter Plattformen und autonomer Systeme.

Titelbild: BAE Systems.

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